Farben des Bösen: Rot (Originaltitel: Kolory zła. Czerwień) ist ein polnischer Kriminalthriller von Adrian Panek aus dem Jahr 2024. Das Drehbuch schrieben Panek und Łukasz M. Maciejewski nach dem gleichnamigen Roman von Małgorzata Oliwia Sobczak. Die Hauptrollen übernahmen Jakub Gierszał als Staatsanwalt Leopold Bilski, Maja Ostaszewska als Richterin Helena Bogucka und Zofia Jastrzębska als deren Tochter Monika. Der Film wurde am 29. Mai 2024 auf Netflix veröffentlicht.

Mit Farben des Bösen: Schwarz folgte 2026 ein Nachfolger, bei dem ebenfalls Jakub Gierszał die Rolle von Staatsanwalt Leopold Bilski übernahm.

Handlung Am Ostseestrand bei Danzig wird die Leiche der jungen Monika Bogucka gefunden. Der Körper ist unbekleidet, die Lippen der Toten wurden entfernt. Der neu versetzte Staatsanwalt Leopold Bilski übernimmt den Fall und stößt rasch auf Parallelen zu einem früheren Mord, für den Adrian Jakubiak verurteilt wurde. Da Jakubiak kurz zuvor aus der Haft entlassen wurde, gerät er erneut unter Verdacht. Nach seinem Suizid in der Polizeistation scheint der Fall zunächst abgeschlossen, zumal belastende Spuren in Form eines blutigen T-Shirts bei ihm gefunden werden.

Bilski zweifelt jedoch an der schnellen Aufklärung und ermittelt weiter. Unterstützung erhält er von Monikas Mutter Helena Bogucka, einer Richterin, die selbst Nachforschungen anstellt. Die Spur führt in einen Nachtclub, in dem Monika gearbeitet hatte, und zu dessen Betreiber Łukasz Kazarski, genannt Kazar. Monikas Vater Roman Bogucki steht als Anwalt mit Kazarski in Verbindung. Im Verlauf der Ermittlungen zeigt sich, dass Kazarski in Drogenhandel, Gewaltverbrechen und die Ausbeutung junger Frauen verwickelt ist. Außerdem werden Hinweise auf korrupte Polizeibeamte sichtbar, die seine Geschäfte schützen.

Bei der Durchsuchung von Kazarskis Besitz finden die Ermittler Hinweise auf weitere verschwundene Frauen und ein Armband, das aus den Lippen seiner Opfer gefertigt wurde. Damit wird Kazarski als Täter mehrerer Verbrechen überführt, er bestreitet jedoch, Monika ermordet zu haben. Bilski bemerkt schließlich, dass ein Rubinring Monikas fehlt, und verbindet ihn mit Mario Dubiela, dem Sohn des Gerichtsmediziners Tadeusz Dubiela. Helena findet den Ring in einer abgelegenen Hütte, in der sie sich mit Tadeusz aufhält.

Tadeusz überwältigt Helena und gesteht, die Spuren am Tatort manipuliert zu haben, um seinen Sohn zu schützen. Mario hatte Monika getötet, nachdem sie sich gegen ihn gewehrt hatte. Sein Vater entfernte der Leiche die Lippen, um den Mord wie die früheren Taten erscheinen zu lassen und den Verdacht auf Jakubiak beziehungsweise Kazarski zu lenken. Tadeusz erschießt sich, während Mario sich der Polizei stellt und den Mord an Monika gesteht.

Kritik mini|hochkant|Jakub Gierszał spielt den jungen Staatsanwalt Leopold Bilski Der Filmdienst bezeichnete Farben des Bösen: Rot als „polnischen Thriller in Nordic-Noir-Fußstapfen“, der sich „bis auf das Ende zwar recht vorhersehbar“ entfalte, aber durch die „Bitterkeit, mit der er Misogynie und Korruption anprangert“, dennoch „beträchtliche Spannung“ erzeuge. Der Film sei ab 16 Jahren empfohlen.

Oliver Armknecht urteilte auf Film-Rezensionen.de, der Film sei „nicht wahnsinnig originell“ und ein „sehr klassischer Genrevertreter“, der „nicht den Anspruch“ habe, „das Rad neu zu erfinden“. Positiv hob er die Konstellation aus Staatsanwalt und Mutter des Opfers hervor, deren gemeinsamer Ermittlungsweg funktioniere und dem Film eine emotionale Komponente gebe. Schauspielerisch könne man sich „nicht wirklich beklagen“; im Ergebnis sei Farben des Bösen: Rot ein „recht ordentlicher Krimi“, der zwar kein Pflichtfilm sei, aber „gut genug“, um Interesse an weiteren Verfilmungen der Reihe zu wecken.

Belege

Weblinks

Kategorie:Filmtitel 2024 Kategorie:Polnischer Film Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Thriller Kategorie:Literaturverfilmung