Graf Ludwig Hermann Gaudenz von Rechberg und Rothenlöwen (* 15. Januar 1814 in München; † 30. Juni 1887 in München) war ein königlicher bayerischer General der Kavallerie. Herkunft Seine Eltern waren der Graf Johann Nepomuk von Rechberg und Rothenlöwen (* 24. November 1773; † 8. Mai 1817) und dessen Ehefrau die Gräfin Julie Barbier von Schroffenberg (* 30. Juli 1778; † 8. Juni 1853). Leben Er trat am 8. August 1831 in bayrische Dienste und kam als Junker in das 2. Kürassier-Regiment Prinz Johann von Sachsen. Von dort kam er am 24. Januar 1833 als Leutnant in das 1. Kürassier-Regiment Prinz Carl von Bayern. Am 15. Dezember 1843 wurde er dort zum Oberleutnant und am 5. Mai 1844 zum königlichen Kämmerer ernannt, außerdem wurde er am 8. November 1844 Flügeladjutant. Seitdem bekleidete er das Amt mit kurzen Unterbrechungen über 40 Jahre bei drei Bayerischen Königen und verband stets mit einer ritterlich militärischen Erscheinung. Aber am 15. Dezember 1845 wurde er zum Rittmeister befördert und im Mai 1848 in das 4. Chevaulegers-Regiment versetzt. Doch im Mai 1850 wurde er wieder zum Flügeladjutanten ernannt. Am 30. Dezember 1850 wurde er Major und im März 1855 zum Oberstleutnant befördert. Im Juni 1857 wurde er wieder in das 4. Chevaulegers-Regiment versetzt. Aber am 21. Mai 1858 quittierte er als Oberst à la der Kavallerie den Dienst. Am 2. März 1861 wurde er reaktiviert und erhielt den Charakter als Generalmajor, ferner wurde er Generaladjutant des Königs. Am 8. Mai 1865 wurde er zum wirklichen Generalmajor ernannt. Während des Deutschen Krieges wurde er vom 13. Juni 1866 bis zum Friedensschluss als Gouverneur der Festung Mainz verwendet.Österreichs Kämpfe im Jahre 1866, Band 5, S.10 Am 17. August 1866 erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant, dazu erhielt er 1873 das Prädikat Exzellenz. Im Jahr 1874 bekam er das 40-jährige Dienstaltersdenkzeichen und am 22. August 1876 die Beförderung zum General der Kavallerie. Dazu erhielt er am 30. September 1880 den Ludwigsorden für 50-jährige Dienstzeit und am 25. Februar 1886 das Großkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone. Am 11. Januar 1887 wurde er auf sein Gesuch unter Anerkennung langjähriger und hervorragender Dienstleistungen zur Disposition gestellt.

Zu seiner Pensionierung erhielt er vom Prinz Luitpold persönlich den Ritterorden vom Heilgen Hubertus.Amtsblatt für das Bezirksamt Pfaffenhofen, 1887, Amtsblatt vom 14. Januar 1887

Familie Rechberg heiratete am 18. Juli 1839 die Gräfin Gabriele von Bray (* 9. März 1818; † 6. Mai 1900)Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, 1872, S.120, Tochter von Franz Gabriel von Bray. Das Paar hatte mehrere Kinder: Ernst Bero (* 3. Juni 1840; † 6. Dezember 1913) ⚭ 1873 Gräfin Catherine Mary Howard (* 3. April 1846; † 15. Februar 1905) Elisabeth (* 28. September 1841; † 19. März 1912), Stiftsdame Sophie (* 13. Juli 1843; † 26. Juli 1814) ⚭ 1882 Graf Franz von Tattenbach († 6. Juni 1884) Mathilde (* 17. Oktober 1847; † 30. Oktober 1880) ⚭ 1869 Graf Franz August Ludwig von Rheinstein und Tattenbach (* 15. September 1840; † 6. Juni 1884)Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, 1872, S.832

Literatur v. Löbell's Jahresberichte über die Veränderungen und Fortschritte im Militärwesen, Band 14, 1887, S. 548 Der Adel des Königreichs Württemberg, 1879, S. 38 Gothaischer genealogischer Hofkalender nebst diplomatisch-statistichem Jahrbuch, 1912, S. 182

Weblinks Ludwig Hermann Gaudenz von Rechberg Rechberg-Rothenlöwen bei genealogieonline.nl

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Verdienstordens der Bayerischen Krone (Großkreuz) Kategorie:Träger des Ludwigsordens (Bayern) Kategorie:Träger des Hubertusordens Ludwig Kategorie:Gouverneur (Bayern) Kategorie:General der Kavallerie (Bayern) Kategorie:Titulargraf Kategorie:Geboren 1814 Kategorie:Gestorben 1887 Kategorie:Mann Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Exzellenz (Bayern)