mini|Walter Reinhart, 2026 Hans Walter Reinhart (in Publikationen Walter H. Reinhart; geb. 10. Juni 1948 in Bern) ist ein Schweizer Internist und Honorarprofessor der Universität Bern für Innere Medizin.

Leben und Karriere Reinhart stammt aus einer Winterthurer Familie, zu deren entfernten Verwandten der Kunstsammler Oskar Reinhart und Filmproduzent und Verleger George Reinhart gehören. Reinhart durchlief die Grundschule und das Gymnasium in seinem Bürgerort Winterthur. Das Medizinstudium absolvierte er von 1967 bis 1974 an den Universitäten Zürich, Genf und Bern. Im Jahr 1974 promovierte er an der Universität Bern. Von 1982 bis 1984 forschte Reinhart an der Columbia University in New York, im Bereich der Hämorheologie.

Im Jahr 1985 kehrte er als Oberarzt an die Medizinische Universitätsklinik in Bern zurück, wo er 1987 habilitierte. In 1992 wurde er zum Honorarprofessor ernannt.

1991 wurde er zum Chefarzt der Inneren Medizin am Kantonsspital Graubünden in Chur gewählt, wo er zudem stellvertretender CEO war und bis zu seiner Pensionierung Ende 2013 arbeitete. 2005 trug er massgeblich zur Fusion des Regional- und Kantonsspital mit dem Kreuzspital und der Frauenklinik Fontana in Chur zum heutigen Kantonsspital Graubünden bei, dem Zentrumsspital der Südostschweiz.

Nach seiner Pensionierung Ende 2013 setzte er seine Forschungstätigkeit an der University of Houston, Texas, fort.

Forschung Reinhart veröffentlichte 215 wissenschaftliche Arbeiten.

Sein h-Index liegt bei 43 (Scopus).

Sein Forschungsschwerpunkt war die Hämorheologie. Er befasste sich mit Themen wie Blutviskosität, Form und Verformbarkeit von Erythrozyten, der Funktion von Thrombozyten und der Transfusionsmedizin.

Auszeichnungen 1982 Preis der Schweizerischen Gesellschaft für Gastroenterologie 1993 Ellermann-Preis für Hämatologie der Wilhelm und Mogens Ellermann-Stiftung 2011 Fahraeus Medal Award for outstanding research, European Society of Clinical Hemorheology and Microcirculation

Mitgliedschaften und Ämter Von 2004 bis 2012 war er Mitglied des Vorstandes der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW). Von 2006 bis 2012 war er Vizepräsident der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften. Von 2012 bis 2019 war er Präsident der Nominationskommission der SAMW. Seit 2019 ist er Ehrenmitglied der SAMW. Er war Vorsitzender der Beratungskommission der SAMW zur Zusammenarbeit Ärzteschaft-Industrie. Er war von 1996 bis 2019 Ausschussmitglied des Schweizerischen Forschungsinstituts für Hochgebirgsklima und Medizin in Davos (SFI). Von 2013 bis 2019 war er Präsident des Scientific Advisory Boards des Schweizerischen Instituts für Allergie und Asthmaforschung in Davos (SIAF). Er war Mitglied der Kantonalen Ethikkommission des Kantons Zürich. Er war wissenschaftlicher Beirat der privaten Universität im Fürstentum Liechtenstein. Er war von 1996 bis 2014 Stiftungsrat der Kliniken Valens. Er war von 2013 bis 2025 Stiftungsrat des Seespitals in Horgen. Er war 2006 Gründungsmitglied und von 2016 bis 2020 Vizepräsident der Academia Raetica. Er war 2016 bis 2020 Verwaltungsratspräsident der Graduate School Graubünden. Von 2012 bis 2025 war er Präsident der Stiftung Bündner Kunstsammlung. Reinhart übernahm einige Jahre die wissenschaftliche Leitung des Internationalen Ärzteforums für Grundversorgung in Davos.

Schriften Als Herausgeber: Albert Steiner – Ralph Feiner: Architekturfotografie des Kantonsspitals Graubünden 1941/2020. Scheidegger & Spiess, Zürich 2021.

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Einzelnachweise

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