mini|Kirche St. Micheln in Mülsen Die evangelische Kirche St. Micheln ist eine im Kern barocke, historistisch umgebaute Saalkirche im Ortsteil Mülsen St. Micheln von Mülsen im Landkreis Zwickau in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde St. Micheln im Kirchenbezirk Zwickau der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Namensgeber der Kirche ist der Erzengel Michael.
Geschichte und Architektur Die Chorturmkirche aus dem Jahr 1750 wurde im Jahr 1886 durch Oskar Mothes durch Errichtung von querhausartigen Anbauten erweitert. Restaurierungen wurden in den Jahren 1935, 1960 (innen) 1982/83 (außen) und 1986 (innen) durchgeführt. Das Bauwerk ist ein Putzbau mit Lisenengliederung; der Chorturm ist mit einem oktogonalen Glockengeschoss und kräftiger barocker Haube mit Laterne bekrönt. Die querhausartigen Anbauten sind mit Ziergiebeln in den Formen der deutschen Renaissance versehen und werden von Kugeln und Obelisken bekrönt. Ein Treppenturm ist im Südwesten angeordnet, über dem Südeingang eine Inschriftkartusche mit der Jahreszahl 1750. Die Wappen derer von Schönburg sind über dem ehemaligen Osteingang angebracht.
Im Innern ist das Bauwerk flachgedeckt; an drei Seiten sind Emporen eingebaut, deren Brüstungsfelder mit feinen ornamentalen Rokokomalereien versehen sind, welche in den Jahren 1995/96 freigelegt wurden. Der Chor und die querhausartigen Erweiterungen sind durch Rundbögen zum Saal geöffnet.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Barockaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts auf korinthischen Säulen, der im Zentrum eine Kreuzigungsgruppe zeigt, flankiert von Moses und Aaron. Im Sprenggiebel ist der Erzengel Michael als Seelenwäger dargestellt, von Engeln begleitet, eine Arbeit von Peter Breuer aus dem Jahr 1510.
Die Kanzel, der Taufstein sowie die Farbglasfenster mit Darstellung von Gottvater und Christus stammen aus dem Jahr 1888. Ein Kruzifix aus der Zeit um das Jahr 1500 ist an der nördlichen Stirnwand des Saales angebracht.
Die Orgel ist im Kern ein Werk von Georg Emil Müller aus dem Jahr 1889 mit heute 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Es wurde 1905 von Alfred Schmeisser überarbeitet und 2001 von Christian Reinhold restauriert.
Umgebung In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Friedhofskapelle, ein schlichtes, neoklassizistisches Bauwerk, vermutlich aus dem 20. Jahrhundert.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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