Hermann Pölking-Eiken (* 1954 in Bremen) ist ein deutscher Autor, Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben Hermann Pölking-Eiken wuchs im niedersächsischen Vechta auf. Ab 1974 studierte er Publizistik in Westberlin. 1998 begann Pölking-Eiken anhand von Archivmaterial und historischen Filmaufnahmen über 30 Film-Chroniken zu historischen deutschen Ländern und Regionen zu produzieren.

Für den Kinodokumentarfilm Wer war Hitler (2017), der chronologisch anhand von Filmquellen und Zitaten von Zeitgenossen das Leben Adolf Hitlers nachzeichnet, recherchierte Pölking-Eiken über 850 Stunden Archivmaterial aus 120 Archiven. Der Film kam in einer Kinofassung von 196 Minuten Länge ins Kino. Außerdem besteht eine 7,5 stündige Festivalfassung des Films.

Zum 150. Jahrestag des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871 veröffentlichte er zusammen mit Linn Sackarnd das Buch der Bruderkrieg: Deutsche und Franzosen 1870/71 in dem Aussagen von Adligen, Generälen und Historikerurteile bewertet und von Tagebucheinträgen einfacher Soldaten, Zeugenaussaugen französischer Bäuerinnen, Gedichten und Korrespondentenberichten aus britischen und amerikanischen Zeitungen flankiert werden. Im Rahmen dessen produzierten sie ebenfalls zusammen für Arte die dreiteilige Fernsehserie Der Bruderkrieg – Deutsche und Franzosen 1870/71.

Nach 12 jähriger Recherche brachte Pölking-Eiken 2025 den reinen Kompilationsfilm Ostpreußen – Entschwundene Welt: Die Jahre 1912 - 1945 in die deutschen Kinos.

2026 wurde er mit dem Georg Dehio-Kulturpreis des Deutschen Kulturforums östliches Europa e. V. für seine „filmische Visualisierung der Geschichte Ostpreußens“ ausgezeichnet.

Hermann Pölking-Eiken ist Geschäftsführer seiner eigenen Filmproduktionsfirma, der Neuen Lloyd Filmdistribution GmbH mit Sitz in Bremen. Er lebt in Bremen und Berlin.

Veröffentlichungen (Auswahl) Piele Mucker und die Dinger. Elefanten Press, Berlin 1981, ISBN 978-3-88520-067-3. Ostpreußen: Biographie einer Provinz. be.bra Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-89809-094-0. Das Memelland: wo Deutschland einst zu Ende war; ein historischer Reisebegleiter. be.bra Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-89809-099-5. Wer war Hitler? Ansichten und Berichte von Zeitgenossen. be.bra Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-89809-133-6. mit Linn Sackarnd: Der Bruderkrieg: Deutsche und Franzosen 1870/71. Herder Verlag, München 2020, ISBN 978-3-451-81963-6.

Filmografie (Auswahl)

2014: Der Anständige (Archivrecherche) 2017: Wer war Hitler (Regie) 2020: Der Bruderkrieg – Deutsche und Franzosen 1870/71 (dreiteilige Dokumentation, Regie mit Linn Sackarnd) 2023: Bremen wird Bunt: Die Jahre 1930 bis 1959 (Produzent) 2024: Das Tagebuch des Abbé Stock. Paris 1940–1944 (Regie mit Linn Sackarnd, Produzent) 2025: Ostpreußen – Entschwundene Welt: Die Jahre 1912 - 1945 (Regie, Produzent) 2026: Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren (Footage Script, Koproduzent) 2026: Feindflug und Feuersturm – Hollywood und der Untergang der deutschen Städte (Regie, Produzent)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Autor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann