György Guczoghy (* 3. März 1962 in Budapest) ist ein ehemaliger ungarischer Kunstturner und Trainer. Er gewann eine olympische Bronzemedaille sowie einmal Silber und einmal Bronze bei Weltmeisterschaften. Bei Europameisterschaften siegte er dreimal, war einmal Zweiter und siebenmal Dritter.

Karriere Der 1,71 Meter große György Guczoghy turnte für Budapesti Honvéd SE. Von 1982 bis 1988 war er ungarischer Meister im Mehrkampf.Ergebnisübersicht bei gymn-forum.net

Guczoghy gewann bei den Junioren-Europameisterschaften 1978 die Silbermedaille am Seitpferd und wurde Vierter im Mehrkampf. Seine erste Medaille im Erwachsenenbereich erturnte er bei den Europameisterschaften 1979 in Essen, als er zusammen mit Alexander Ditjatin aus der Sowjetunion Europameister am Seitpferd wurde.Medaillengewinner bei Europameisterschaften bei sport-komplett.de

1980 bei den Olympischen Spielen in Moskau gewann die ungarische Mannschaft die Bronzemedaille hinter den Riegen aus der Sowjetunion und aus der DDR. Nur die besten drei Turner jeden Landes erreichten das Mehrkampffinale. Dies waren für Ungarn Zoltán Magyar, Péter Kovács und Ferenc Donáth. Guczoghy schied als viertbester Ungar und 21. der Gesamtwertung aus. Er erreichte auch kein Gerätefinale der besten sechs Turner an jedem Gerät. Seine beste Platzierung war der 13. Platz am Seitpferd.

1981 nahm Guczoghy im Mai an den Europameisterschaften in Rom teil. Dort wurde er Sechster im Mehrkampf. Er siegte am Seitpferd, wurde Vierter am Reck, Fünfter am Barren und Sechster im Bodenturnen. Im Juli bei der Universiade in Bukarest belegte er den zehnten Platz im Mehrkampf und wurde Vierter am Reck. Im November 1981 bei den Weltmeisterschaften in Moskau wurde Guczoghy Zwölfter im Mehrkampf. Am Seitpferd siegte Michael Nikolay aus der DDR vor dem Chinesen Li Xiaoping. Dahinter erkämpfte Guczoghy die Bronzemedaille gleichauf mit Juri Koroljow aus der Sowjetunion.

1983 bei den Europameisterschaften in Warna gewann Guczoghy im Mehrkampf die Bronzemedaille hinter Dmitri Bilosertschew und Juri Koroljow aus der Sowjetunion. Am Seitpferd war Guczoghy zum dritten Mal in Folge erfolgreich. Außerdem gewann er Bronze am Barren, am Boden sowie an den Ringen.Weder beim Gymn Forum noch bei Sport-Komplett sind drei Geräte-Bronzemedaillen verzeichnet. Es fehlt jeweils die Medaille am Boden, die aber bei intersportstats aufgeführt wird. Im Oktober bei den Weltmeisterschaften in Budapest erreichte Guczoghy den fünften Platz im Mehrkampf. Am Seitpferd siegte Dmitri Bilosertschew, dahinter erhielten Li Xiaoping und Guczoghy gemeinsam Silber. Für seine Erfolge 1983 wurde Guczoghy als Ungarns Sportler des Jahres ausgezeichnet. An den Olympischen Spielen 1984 nahmen wegen des Olympiaboykotts keine Ungarn teil.

1985 bei den Europameisterschaften in Oslo wurde Guczoghy im Mehrkampf Achter. Am Seitpferd gewann er hinter Bilosertschew Silber ex aequo mit Sylvio Kroll aus der DDR. Hinzu kam der vierte Platz an den Ringen und der sechste Platz am Reck. Bei der Universiade in Kōbe kam Guczoghy im Mehrkampf auf den neunten Platz, am Seitpferd gewann er Bronze. Im November bei den Weltmeisterschaften in Montreal folgte auf den neunten Platz im Mehrkampf der fünfte Platz am Seitpferd.

Im Jahr 1986 erhielt er ein Diplom als Fachtrainer im Bereich Turnen.

Bei den Europameisterschaften 1987 in Moskau siegten im Mehrkampf mit Waleri Ljukin und Juri Koroljow zwei Turner aus der Sowjetunion, György Guczoghy erturnte die Bronzemedaille. Der Ungar erreichte alle sechs Gerätefinals. Er wurde Sechster am Seitpferd und den Ringen sowie Fünfter am Barren und im Pferdsprung. Am Reck und am Boden erkämpfte er jeweils die Bronzemedaille. Bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam belegte Guczoghy den elften Platz im Mehrkampf. Am Boden und im Pferdsprung belegte er jeweils den achten Platz.

1988 nahm György Guczoghy zum Abschluss seiner Aktiven-Laufbahn an den Olympischen Spielen in Seoul teil. Die ungarische Mannschaft belegte den sechsten Rang, wobei Guczoghy der einzig Verbliebene aus der Olympiariege von 1980 war. Im Mehrkampf belegte er als bester Ungar den achten Platz. An den Ringen erreichte er das Finale der besten acht Turner und belegte den achten Platz.

György Guczoghy ist mit der Turnerin Lenke Almási verheiratet.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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