Sonnleiten ist eine Streusiedlung in der Weststeiermark in der Stadtgemeinde Köflach im Bezirk Voitsberg in der Steiermark.

Lage und Geographie Sonnleiten liegt im nördlichen Teil der Stadtgemeinde Köflach, nördlich des Stadtgebietes. Der Ort liegt dabei auf dem nach Südwesten streichenden Hängen des zwischen dem Hirtlkogels im Norden und dem Knobelberg im Südosten verlaufenden Höhenzugs, der zum Tal des Gradnerbaches hin abfällt.

Im Westen verläuft die Kainacherstraße (L341), die Krenhof mit Graden verbindet, an Sonnleiten vorbei.

Geschichte Der heutige Ort Sonnleiten entstand vermutlich bereits im Hochmittelalter auf einem Rodungsgebiet. Erstmals urkundlich wird der Ort allerdings erst in der Pfarrzählung von 1782 als Sonnleiten Gegend genannt. Der Name leitet sich dabei von der Lage an dem von der Sonne beschienen Hang ab.

Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner Sonnleitens im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. So hatten die Herrschaften Greißenegg (mit dem Amt Gurtzen) und Obervoitsberg (mit dem Amt Graden) Untertanen im Ort. Die Bewohner Sonnleitens gehörten zum Werbbezirks Piber.

Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Sonnleiten Teil der eigenständigen Gemeinde Graden-Piber, später in Graden umbenannt. Als am 1. Jänner 2015 Graden im Rahmen der Gemeindestrukturreform in die Stadtgemeinde Köflach eingemeindet wurde, wurde auch Sonnleiten Teil von Köflach.

Wirtschaft und Infrastruktur Sonnleiten ist land- und forstwirtschaftlich geprägt. Der Ort ist nach Graden eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schule in Graden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten In Sonnleiten gibt es mehrere religiöse Kleindenkmäler die von regionalgeschichtlicher Bedeutung sind.

Das Binderkreuz beim Bauernhof vulgo Beerleitner ist ein vermutlich im 18. Jahrhundert errichteter Pfeilerbildstock mit Pyramidendach. In seiner Nische hängt ein 1881 gemaltes Andachtsbild mit Jesus und Johannes neben einem hölzernen Standkreuz. Das Lorakreuz beim Hof vulgo Lora ist ebenfalls ein Pfeilerbildstock, der am Standort eines älteren Holzkreuzes errichtet wurde. Der Bildstock ist mit Eckpilastern verziert und hat ein geschweiftes Satteldach. In seiner Nische steht eine Lourdesmadonna aus Gips und in den seitlichen Rahmen hängen Darstellungen der beiden Heiligen Florian und Pankratius, die wahrscheinlich vom Maler Johann Schwödl aus Piberegg geschaffen wurden.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1782 Kategorie:Geographie (Köflach) Kategorie:Ort im Bezirk Voitsberg Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur)