Julia Chinyere Oparah (geboren als Julia Sudbury; geb. 30. Mai 1967 in Edinburgh (Schottland)) ist eine britische Dozentin an der University of San Francisco. Außerdem ist sie Gründerin des „Center for Liberated Leadership in Oakland“. Oparah ist eine aktivistische Wissenschaftlerin, Community-Organisatorin und Intellektuelle, deren Schwerpunkt darauf liegt, relevante wissenschaftliche Arbeiten zu erstellen und Bewegungen für soziale Gerechtigkeit zu begleiten. Vor ihrer Tätigkeit an der University of San Francisco war sie an der University of California, Berkeley, der University of Toronto und dem Mills College tätig.
Jugend Oparah wurde in Edinburgh (Schottland), als Tochter einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters geboren. Sie erzählte, dass sie zu einer Zeit geboren wurde, als alleinerziehende Mütter – und insbesondere alleinerziehende Mütter mit Kindern gemischter Herkunft – nicht positiv gesehen wurden. Ihre Mutter kam zu dem Schluss, dass sie nicht in der Lage sei, sie großzuziehen, und so kam Julia schon als Baby in Pflege. Schließlich zog sie nach Winchester in England, wo sie aufwuchs und zur Schule ging.
Bildung Oparah schloss ihr Studium am Clare College in Cambridge 1989 mit einem Bachelor-Abschluss mit Auszeichnung ab, nachdem sie moderne und mittelalterliche Sprachen (Spanisch und Deutsch) studiert hatte. Im Jahr 1991 erwarb sie an der Luton University ein Diplom mit Auszeichnung im Fach Gemeinwesenarbeit. Sie setzte ihr Studium fort und schloss 1994 am „Centre for Race Relations“ im Fachbereich „Race and Ethnic Studies“ der University of Warwick mit einem Master mit Auszeichnung ab; 1997 schloss sie ihr Studium in Warwick mit einem Ph.D. in Soziologie ab.
Lehre und Forschung Oparahs Lehre und wissenschaftliche Arbeit konzentrieren sich auf Fragen der Rassen- und Geschlechtergerechtigkeit, darunter Themen wie Masseninhaftierung und die Abschaffung des Strafvollzugs, die Organisation von Frauen von Farbe, transrassische Familien und Adoption sowie schwarze Frauen und Geburtsgerechtigkeit. Sie hat eng mit Führungskräften und Aktivisten aus der Gemeinschaft zusammengearbeitet, um gemeinsam Forschungsarbeiten zu entwickeln, die der Gemeinschaft dienen. Ihr jüngstes Buch mit Alicia Bonaparte mit dem Titel Birthing Justice: Black Women, Pregnancy and Childbirth erschien 2023 in der zweiten Auflage. Ihre Lehrtätigkeit begann im Frühjahr 1997 an der UC Berkeley. Kurz darauf wurde sie als Assistenzprofessorin am Mills College eingestellt, wo sie über zwanzig Jahre lang am Institut für Ethnische Studien lehrte.
Oparah verließ das Mills College für kurze Zeit, um von 2004 bis 2006 den „Canada Research Chair“ (CRC) für soziale Gerechtigkeit an der University of Toronto zu bekleiden. Zurück am Mills College leitete sie den Fachbereich für Ethnische Studien, war Gastgeberin der Jahreskonferenz der „National Ethnic Studies Association“ und leitete mehrere andere gemeindebasierte Initiativen mit Studierenden und Lehrenden. Oparah spielte eine führende Rolle bei der Einrichtung des Programms für öffentliche Gesundheit und Gesundheitsgerechtigkeit am Mills College. Sie war auch maßgeblich an der Entscheidung des Mills College beteiligt, trans- und nicht-binäre Studierende aufzunehmen.
Führungskraft im Hochschulwesen Nachdem sie zunächst als Fachbereichsleiterin und anschließend als stellvertretende Prorektorin tätig gewesen war, wurde Oparah 2017 zur Prorektorin und Dekanin am Mills College ernannt. Sie war die erste schwarze Frau in dieser Position. Aufgrund der finanziellen Krise des Mills College beschloss der Verwaltungsrat, Lehrkräfte zu entlassen, und Oparah wurde mit dieser Aufgabe betraut; schließlich leitete sie die Entlassungen von festangestellten Lehrkräften in den Fachbereichen Philosophie, Anglistik und Ethnische Studien. Nach einer umstrittenen Entscheidung des Kuratoriums des Mills College im Jahr 2021, eine Fusion mit der UC Berkeley anzustreben, erhielten Oparah und die damalige Präsidentin Elizabeth Hillman ein Misstrauensvotum seitens der Fakultät des Mills College.
2021 wurde Oparah zur Prorektorin und Vizepräsidentin für akademische Angelegenheiten an der University of San Francisco (USF) berufen. Sie war die erste schwarze Frau, die diese Position an der USF innehatte. Im Jahr 2023 trat Oparah von diesem Amt zurück, kehrte an die USF zurück und gründete das „Center for Liberated Leadership“, wo sie Führungskräfte aus dem Hochschulbereich und gemeinnützigen Organisationen coacht, die sich für soziale Gerechtigkeit und den Wandel in ihren Organisationen einsetzen.
Bibliografie Other Kinds of Dreams: Black Women's Organizations and the Politics of Transformation. (1998, London and New York: Routledge) Global Lockdown: Race, Gender and the Prison-Industrial Complex (2005, New York: Routledge) Color of Violence: The Incite! Anthology (2006, Cambridge, MA: South End Press) Outsiders Within: Writing on Transracial Adoption. (2006, Cambridge, MA: South End Press, with Jane Jeong Trenka and Sun Yung Shin, eds) Activist Scholarship: Antiracism, Feminism and Social Change (2009, Boulder, CO: Paradigm Publishers, with Margo Okazawa-Rey, eds) Birthing Justice: Black Women, Pregnancy and Childbirth, (2015, New York: Routledge, with Alicia D. Bonaparte, eds.) Birthing Justice Discussion Guide (2015, New York: Routledge, with Julia Chinyere Oparah and Olivia Polk)
Auszeichnungen und Ehrungen 1998/1999/2002: Meg Quigley Award, Women's Studies Program, Mills College, Summer 2002: Gaea Foundation Summer Residency 2002/03: Rockefeller Humanities Residency Fellowship, University of Arizona, Tucson 2002/03: Association of American University Women Postdoctoral Fellowship 2004/06: Canada Research Chair in Social Justice, Equity and Diversity, University of Toronto 2005: Academic Initiative Fund, Centre for Aboriginal Initiatives, University of Toronto 2007/08: Mary S. Metz Professorship for excellence in teaching 2008/09: Eugene E. Trefethen Chair 2009/10: Sarlo Award 2011: Black Women and the Racial Politics of Childbirth, Quigley Summer Research Award
Weblinks Julia Chinyere Oparah bei google.scholar Julia Chinyere Oparah bei ResearcGate
Einzelnachweise
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