Iron Maiden: Burning Ambition ist ein englischer Dokumentarfilm von Malcolm Venville aus dem Jahr 2026. Der Film erschien zum 50-jährigen Jubiläum der britischen Band Iron Maiden.

Handlung Der Film erzählt anhand von Archiv-Material und Off-Kommentaren der einzelnen Bandmitgliedern die wechselhafte und sehr erfolgreiche Geschichte der britischen Heavy-Metal-Band Iron Maiden von den Anfängen über die Jahre mit ihrem ersten Sänger Paul Di’Anno, die erste Phase mit Bruce Dickinson, dessen Ausstieg und die Jahre mit Blaze Bayley, bis hin zur aktuellen Tournee der Band. Dabei werden einzelne Plattencover mit Maskottchen Eddie animiert und in 3D-Animationen dargestellt, die die einzelnen Kapitel verbinden. Neben den Kommentaren der einzelnen Bandmitglieder äußern sich auch eine Reihe von Fans, wobei auch die bekannten Musiker Chuck D (Public Enemy), Scott Ian (Anthrax), Tom Morello (Rage Against the Machine), Gene Simmons (Kiss), Lars Ulrich (Metallica) und Simon Gallup (The Cure) sowie der Schauspieler Javier Bardem zu Wort kommen.

Ein besonderes Bonbon ist das letzte aufgezeichnete Interview mit Paul Di’Anno kurz vor seinem Tod 2024.

Hintergrund Iron Maiden entschieden sich zwar an der Dokumentation mitzuwirken, verzichteten jedoch auf eine Beteiligung an der Produktion und hatten keinen direkten Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung des Films. Während der Dreharbeiten änderte sich der Fokus von den Fans, wie es ursprünglich geplant war, deutlicher in Richtung eines Abrisses der Bandgeschichte, die zwangsläufig bei einer 50-jährigen Karriere inhaltliche Lücken hat und eher für Einsteiger der Band geeignet ist.

Veröffentlichung Der Film hatte seine Premiere am 5. Mai 2026 im Cineworld am Leicester Square in London. Dabei war die Band anwesend. Der Abend wurde von Vanessa Warwick (ex-Headbangers Ball) moderiert und dokumentiert.

In Deutschland hatte der Film seine Premiere am 14. Mai 2026 und wurde in ausgewählten Kinos gezeigt.

Rezeption Der Film wurde wohlwollend bis mittelmäßig aufgenommen, wenngleich es auch Kritik an einigen Entscheidungen gab. Im Metal Hammer schrieb Sebastian Kessler, der den Film mit 5 von 7 Punkten bewertete: „Langjährige Anhänger lernen wenig Neues, freuen sich aber über ungesehene und bewegte historische Bilder. Die Chance tiefer in die Biografie der begeisterten Fans und deren Wechselwirkung einzutauchen, bleibt ungenutzt. Natürlich weiß Venville, was er als Regisseur tut; umso verwunderlicher sind handwerkliche Unsauberkeiten wie der inkonsistente Einsatz von Bauchbinden. All das schmälert den positiven Eindruck von Iron Maiden: Burning Ambition nicht: Ein Pflichtfilm mit Sprüchen, Szenen und natürlich Songs für alle Lebenslagen.“

Nicht so gut bewertete Tomasso Schultze im Musikexpress den Film: „Das man schließlich einen bebilderten Wikipedia-Eintrag erhält, eine Hagiographie mit uninspirierten Animationsschnipseln (…) ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass Band und Management nichts anderes bekommen wollten (…)., ein mittelmäßiges Maiden-Album, ein Fremder in einem vertrauten Land – und nichts Begnadetes und Mitreißendes wie eines ihrer Meisterwerke.“

Matthias Mader schrieb im Rock Hard: „Burning Ambition bietet einen lebhaften Abriss der Bandgeschichte, was auch der Anspruch des Films war. Exklusive Einblicke hinter die Kulissen oder neue Erkenntnisse sollte man indes nicht erwarten.“

Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Iron Maiden Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Britischer Film Kategorie:Musikfilm