mini|hochkant|Wappen derer von Walstorp mini|hochkant|Epitaph an der Ostwand des südlichen Querschiffs der Marienkirche in Bad Segeberg für Gerhard Walstorp, gesetzt 1562 von seinem Enkel Heinrich Rantzau Walstorp (auch Volstrup) ist der Name eines erloschenen altholsteinischen Adelsgeschlechts, ursprünglich wie die stammverwandten Reventlow in den Dithmarschen ansässig.J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch: Der blühende Adel der Herzogthümer Schleswig, Holstein, Lüneburg, Nürnberg 1877, S. 16. mini|hochkant|Annas Sohn Heinrich Rantzau (1526–1598), dänischer Statthalter in Schleswig und Holstein. Oben dargestellt die elterlichen Wappen (Rantzau und Walstorp). Geschichte Das Geschlecht steht im Zusammenhang mit dem 1244 erstmals erwähnten Gut Wahlstorf. Ernst Heinrich Kneschke führte im Deutschen Adelslexikon von 1867 einen Dominus de Walestorpe auf, der schon um 1112 urkundete und dessen Zweig 1588 ausstarb.Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 7, Leipzig 1867, S. 470. Erster namentlich bekannter Vertreter ist der Ritter Johannes de Walestorpe, der 1281 zusammen mit seinen Verwandten Hartvicus und Hinricus de Revetlo Güter an die Kapelle St. Peter in Osterrade übertrug.Johann Martin Lappenberg: Hamburgisches Urkundenbuch. Band=1, Voss, Lübeck 1856, S. 651, Nr. 793, Tfl. 3.
Über das 14. bis 17. Jahrhundert sind für einzelne Angehörige zahlreiche Rechtsgeschäfte, u. a. in Husum oder im Amt Segeberg,Georg Hille: Registrum König Christian des Ersten. Kiel 1875, S. 589; Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Geschichte. Band 7, Kiel 1877, S. 130-146, Anhang S. 11, Nr. 94. u. 95. und Stellungen am herzoglichen Hof dokumentiert. Eine zusammenhängende Stammlinie lässt sich bis ins 15. Jahrhundert hinein nicht sicher rekonstruieren. Im 15. Jahrhundert teilte sich die Familie in die jüngere holsteinische Linie und die dänische Linie auf.
Im 16. Jahrhundert sind neben weiteren Ländereien Glasau, Stede und Vestervig, Nordskov und Fyen sowie Perdöl als Besitzgüter bei der Familie genannt.
Im 17. Jahrhundert ist das Geschlecht erloschen.
Wappen Das Wappen zeigte einen von Silber über Rot geteilten Zinnenschnitt. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helm mit rot-silbernen Helmdecken steht auf einer kurzen roten Stange ein ringsum mit sieben Pfauenfedern besetzter goldener Ring.
Die Familie ist wappenverwandt mit den ReventlowRudolf Nehlsen: Dithmarscher Geschichte nach Quellen und Urkunden. Mit einem Vollbild, einer Karte des alten Dithmarschen und einer Wappentafel, Hamburg 1895, S. 226. und auch stammverwandt,Henning von Rumohr: Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein Ein Handbuch mit 155 Aufnahmen und 8 Farbtafeln, 1973, S. 91. ebenso wie mit dem nur aus der Mitte des 15. Jahrhunderts bezeugten, bis 1469 auf Gut Siblin in unmittelbarer Nähe von Glasau ansässigen Adelsgeschlecht derer von Muggele und dem Dithmarscher Geschlecht der Vogdemannen.Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie Bände 2 – 3, Berlin 1874, S. 235.Heinz Stoob: Die dithmarsischen Geschlechterverbände. Grundfragen der Siedlungs- und Rechtsgeschichte in den Nordseemarschen, herausgegeben vom Verein für Dithmarscher Landeskunde, 1951, S. 10.Heinz Stoob: Geschichte Dithmarschens im Regentenzeitalter, 1959, S. 238.
Wie bei den Reventlow gibt es verschiedene Varianten bezüglich der Anzahl der Zinnen und der Stellung der Teilung, so kommen auch mehr als drei Zinnen vor, und die Teilung auch schräg(links).Vgl. Wappendarstellung in Stammtafel auf Roskildehistorie: Walstorp (Volstrup) (Abgerufen am 28. Mai 2026.)
Angehörige
Ohne nachweisbaren Zusammenhang mit dem obigen Stammbaum:
Jasper Walstorp, ca. 1451 bis 1491/95 Ortspriester in Oldenswort und Autor der Eiderstedtischen Chronik Drude von Walstorp, 1495–1526 Äbtissin im Kloster Itzehoe
Literatur
Siegel des Mittelalters aus den Archiven der Stadt Lübeck. Heft 5, Hrsg. von dem Vereine für Lübeckische Geschichte und Alterthumskunde, Lübeck 1862, S. 33–34; Heft 7, 1865, Tfl. 3.
Einzelnachweise
Kategorie:Schleswig-holsteinisches Adelsgeschlecht Kategorie:Dänisches Adelsgeschlecht Kategorie:Equites Originarii Kategorie:Ersterwähnung 1281