Mathias Köstenbauer († 14. Oktober 1745) war ein österreichischer Glockengießer.

Leben Mathias Köstenbauer war der Sohn eines Ziegelmeisters in Graz. Er lernte bei Franz Anton Pigneth in Graz, dann arbeitete er in Wien, und danach unter Franz Anton Weyer und der Stuckgießerin Theresia Weyerin als Werkmeister in der Kaiserliche Gusshütte am Sacktor. Er erhielt am 13. Dezember 1738 „das durch das Ableben der Stuckgießerin Theresia Weyr vakant gewordene Stuckgießerhaus nebst der Hofarbeit“',.

Köstenbauer heiratete Anna Maria Cosmatsch. Nach seinem Tod führte seine Witwe Anna Maria Köstenbauer von 1745 bis 1747 den Betrieb weiter.

Werk Neben Glocken goss er noch verschiedene Gebrauchsgegenstände wie die 12 Wandleuchter für das Stift Admont. Für Geschütze war kein Bedarf.

Die Glocken Köstenbauers, zumeist Septimglocken, besitzen die Verzierungen als auch die Barockform seiner Vorgänger (Grazer Barockrippe), sind aber klanglich eher mittelmäßig. Die Glocke (Dm 92 cm) von Kumberg bei Graz dagegen ist eine reine Oktavglocke mit fast erstklassiger Klangqualität, welche sein schönstes Stück ist. Vom 4-stimmigen Geläute, das er 1744 für die Pfarrkirche Vordernberg goss, ist noch die große Glocke (Dm 112,5 cm) als sein größtes erhaltenes Werk erhalten.

1739: Stadtpfarrkirche Graz 1740: Pfarrkirche Kumberg 1742: Pfarrkirche St. Margarethen bei Knittelfeld 1744: Pfarrkirche Lang 1744: Pfarrkirche St. Anna am Lavantegg 1744: Pfarrkirche Vordernberg 1745: Radwerk 14, Vordernberg

Literatur

Kategorie:Glockengießer (Österreich) Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Geboren im 17. oder 18. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1745 Kategorie:Mann