mini|Fatoumata Keïta (2014)
Fatoumata Keïta (geboren 1977 in Baguinéda im Kreis Kati), auch bekannt als Fatim Keïta, ist eine malische Lyrikerin und Autorin von Romanen und Essays. Ihre Werke beschäftigen sich mit dem Leben in der modernen malischen Gesellschaft.
Herkunft und Ausbildung Fatoumata Keïta kam 1977 als eines von fünf Geschwistern in der südwestmalischen Gemeinde Baguinéda in der Nähe von Bamako zur Welt. Im Alter von zwölf Jahren musste sie ihr Elternhaus verlassen und nach Figuira, dem Heimatdorf ihres Vaters in der malischen Region Mandé ziehen. Später kam sie zu einer Gastfamilie nach Kayes. Dort verkaufte sie jeden Abend am Bahnhof frisches Wasser.
Sie absolvierte ein Masterstudium in Sozialanthropologie an der Universität Bamako und erwarb anschließend einen Master of Advanced Studies in Entwicklungssozioökonomie an der Mandé Bukari Universität in Bamako.
Karriere Keïtas erster Job nach ihrem Masterabschluss war das Redigieren von Radioskripten für die US-amerikanische Behörde für internationale Entwicklung (USAID)/PHARE.
Sie begann auch zu schreiben und verfasste Gedichte, Romane und Essays. Ihr erstes Werk, „Polygamie, gangrène du peuple“ („Polygamie, Gangrän des Volkes“), erschien 1998 bei den Nouvelles Éditions Africaines in einer Anthologie mit Werken junger westafrikanischer Schriftsteller. Es folgten der Kurzgeschichtenband „Les Ombres du passé“ („Die Schatten der Vergangenheit“) sowie der Gedichtband „À toutes les muses“ („An alle Musen“). Einige ihrer Gedichte wurden von Aba Diop vertont. 2014 wurde Keïtas Essay „Crise sécuritaire et violences au Nord du Mali“ („Sicherheitskrise und Gewalt im Norden Malis“) in den Éditions La Sahélienne veröffentlicht.
Sie veröffentlichte eine Trilogie von Liebesromanen, die 2013 mit „Sous fer“ („Unter Eisen“) begann, der 2015 den Massa-Makan-Diabaté-Preis gewann, gefolgt von den Fortsetzungen „Quand les cauris se taisent“ („Wenn die Kaurimuscheln verstummen“) und „Les Mamelles de l’amour“ („Die Brüste der Liebe“).
2016 veröffentlichte Keïta den Reiseband „J’aimais cet homme qui chantait le fleuve“ („Ich liebte diesen Mann, der vom Fluss sang“), der ihre Gedichte mit Fotografien des Niger von Michel Calzat verbindet. Ihr mehrbändiger Gedichtband „Ce n’est jamais fini“ („Es ist nie vorbei“) wurde für den Lyrikpreis der Pan African Writers’ Association 2022 nominiert.
Ihre Arbeit befasst sich mit der zeitgenössischen malischen Gesellschaft, sowohl in ländlichen Gebieten von Mandé als auch im urbanen Bamako, einschließlich weiblicher Genitalverstümmelung, Polygamie, Leviratsehe usw. Obwohl sie auf Französisch schreibt, enthält ihr Werk oft Ausdrücke der Maninka-Sprache.
Veröffentlichungen (Auswahl) Romane
Lyrik
Erzählungen Essays und Sachtexte „Crise sécuritaire et violences au Nord du Mali“ (Essay, 2014, Éditions La Sahélienne). Anthologien „Polygamie, gangrène du peuple“ (Text in einer Anthologie junger westafrikanischer Autorinnen und Autoren, 1998, Nouvelles Éditions Africaines).
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Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Lyrik Kategorie:Malier Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau