Gluch ist eine abgegangene mittelalterliche Siedlung (Wüstung), deren genaue Lage unbekannt ist. Der Ort erscheint in spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Lehnbriefen und wird mehrfach als bereits wüst bezeichnet. Aufgrund der schriftlichen Überlieferung wird die Dorfstelle im Bereich des heutigen Klein Gliener ForstsPeter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 132) im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg verortet.
Geografische Lage Die genaue historische Lage von Gluch ist nicht überliefert. In den Lehnbriefen der Familie Brandt von Lindau wird der Ort stets zwischen Setzsteig und Allendorf genannt. Daraus ergibt sich die Annahme, dass die Siedlung im Gebiet des Klein Gliener Forsts lag und wohl verhältnismäßig früh wüst gefallen ist.
Geschichte und Etymologie Die älteste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1487 unter der Form Gluch. Weitere spätere Schreibweisen sind Glauch im Jahr 1548 und Glüch im Jahr 1592, wo der Ort ausdrücklich als wüst bezeichnet wurde. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie „stiller Ort, Waldesdickicht“Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 64, ISBN 3-937233-17-2.. Bereits im Jahr 1487 war Gluch nachweislich wüst. Es sind keine Angaben zu Bewohnern, Wirtschaftsform oder Größe überliefert. Die Wüstung scheint früh im Wald aufgegangen zu sein und wurde nicht wiederbesiedelt.
Gluch gehörte über Jahrhunderte zum Rittergut Wiesenburg und durchlief folgende Besitzer: vor 1487–1755 Brandt von Lindau zu Wiesenburg, 1755–1765 von Trotta genannt Treyden zu Wiesenburg und 1765–1872 von Watzdorf zu Wiesenburg. Informationen über Abgaben, Rechte oder die wirtschaftliche Bedeutung der Siedlung haben sich nicht erhalten. Die Siedlung war spätestens im späten 15. Jahrhundert verlassen. Es wird angenommen, dass Gluch aufgrund seiner geringen Größe und Lage im Grenzbereich zwischen Forst- und Ackerflächen früh verlassen und vollständig im Klein Gliener Forst aufgegangen ist. Hinweise auf spätere Wiederbesiedlungen existieren nicht.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 133)
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 132 und 133)
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1487 Kategorie:Geographie (Bad Belzig)