mini|Georges Bruley des Varannesmini|WappenGeorges-Marie-Eugène-Hubert Bruley des Varannes (* 24. September 1864 in Montigné-le-Brillant, Frankreich; † 29. Mai 1943 in Toulon, Frankreich) war ein französischer römisch-katholischer Geistlicher und von 1920 bis 1924 Bischof von Monaco.

Leben Georges Bruley des Varannes entstammte einer adeligen Familie, die seit dem 16. Jahrhundert in der Champagne ansässig war. Er wurde auf Château de Vauraimbault geboren und ist der Sohn von Georges-Prudent Bruley, kaiserlicher Staatsanwalt in Mayenne, und seiner Frau Aline, geb. Hubert. Er studierte am Lycée de Laval und anschließend am Collège Stanislas. 1886 trat er in das Priesterseminar der Pariser Mission ein. Dort empfing er 1887 die niederen Weihen und 1889 das Diakonat. Im selben Jahr wurde er zum Priester geweiht. Er empfing am 21. September 1889 das Sakrament der Priesterweihe für das Erzbistum Tours. Er war zunächst in der Seelsorge tätig und diente später als Militärkaplan in China und Japan.https://diocese.mc/annuaire_diocesain_2026_v2.pdf

Er blieb bis 1892 in Matsumoto. Anschließend trat er in den Dienst des Bistums Tours, wo er als Domherr im Kapitel Saint-Martin von Tours wirkte.

Während der Madagaskar-Expedition im Jahr 1895 war er Feldgeistlicher der Expeditionsstreitmacht und wurde am 30. Januar 1896 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Er war von 1896 bis 1907 Marinepfarrer. Während des Ersten Weltkriegs diente er als Militärpfarrer im Sanitätsdienst des 36. Armeekorps und wurde am 1. August 1915 zum Offizier der Ehrenlegion ernannt.

Am 16. Dezember 1920 ernannte ihn Papst Benedikt XV. zum Bischof von Monaco. Die Bischofsweihe spendete ihm der Erzbischof von Tours, Albert Nègre, am 30. Januar 1921. Mitkonsekratoren waren Ferdinand-Pierre-Marie-Adrien Pallu de la Barrière, Bischof von Nanterre, und Léon-Auguste-Adolphe Lévy, Bischof von Bayonne.

Seine Amtszeit in Monaco war von administrativen Schwierigkeiten und Spannungen mit dem örtlichen Klerus und dem Fürstenhaus geprägt. Am 13. Februar 1924 nahm Papst Pius XI. seinen Rücktritt an. Gleichzeitig ernannte er ihn zum Titularerzbischof von Claudiopolis in Honoriade und Apostolischer Administrator seines bisherigen Bistums. Das Amt hatte er bis zur Ernennung von Auguste-Maurice Clément zu seinem Nachfolger am 25. April 1924 inne.

Er zog sich nach Paris zurück, wo er 1943 im Alter von 78 Jahren verstarb.

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Einzelnachweise

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