Von der Erde zum Mond (Englischer Originaltitel From the Earth to the Moon) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film, der auf dem gleichnamigen Roman von Jules Verne beruht. Die Dreharbeiten fanden in Mexiko, insbesondere in den Estudios Churubusco, in Mexiko-Stadt statt. Die Uraufführung erfolgte am 6. November 1958. Ob und wann der Film in Deutschland aufgeführt oder im Fernsehen ausgestrahlt wurde, ist nicht gesichert.
Handlung Der Sezessionskrieg ist 1865 beendet. Die Erfinder Barbicane und Nicholl sind Rivalen. Barbicane hat einen Flüssigkeitssprengstoff namens Power X erfunden, mit dem ein Geschoss jedes beliebige Objekt durchdringen kann. Nicholl hat hingegen einen angeblich unzerstörbaren Panzerstahl erfunden. Bei einem Test vernichtet Barbicanes Power X jedoch nicht nur den Testpanzer von Nicholl, sondern auch einen dahinter liegenden Berg.
Barbicane will nun ein Geschoss zum Mond schießen, woraufhin hin ihn US-Präsident Grant bittet, das Experiment zu unterlassen, da er befürchtet, dass das Geschoß auf die Erde zurückfallen könnte. Barbicane plant jetzt eine bemannte Mondexpedition, an der Nicholl teilnehmen will. Schließlich startet die Expedition mit Barbicane, Nicholl und Barbicanes Assistent Ben Sharpe. Erst nach dem Start wird an Bord des Raumschiffs Nicholls Tochter Virginia entdeckt, die sich als blinder Passagier eingeschlichen und in Sharpe verliebt hat.
Nicholl sabotiert das Raumschiff, weil er glaubt, dass Barbicanes Vorhaben die Gesetze Gottes verletzt. Das Raumschiff wird in zwei Teile gesprengt. Ein Raumschiffteil mit Virginia und Ben umkreist den Mond, während Barbicane und Nicholl auf dem Mond landen und der Erde signalisieren, dass die Expedition erfolgreich war. Ob die vier Mondreisenden jemals zur Erde zurückkehren werden, bleibt offen.
Auf der Erde greift der Franzose Jules Verne die Geschichte der Expedition auf und verfasst darüber den Roman Von der Erde zum Mond.
Kritik Bill Warren bezeichnete den Film als geschwätzig und textlastig, die Dramaturgie als plump, die Kameraführung als höchstens mittelmäßig, die Tricktechnik als inadäquat (eventuell aufgrund eines schmalen Filmbudgets) und die Filmmusik als uninspiriert. Insgesamt sei die Produktion „billig“ und Regisseur Haskins schlechtester Science-Fiction-Film.
Literatur Bill Warren: “Keep Watching the Skies!” American Science Fiction Movies of the Fifties, Jefferson, NC/London (Mc Farland & Company, Inc., Publishers) 2010, Vol. 1, S. 323–326. ISBN 978-1-4766-6618-1
Weblinks
Vollständige Filmfassung im Original auf youtube.com
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