Johann Bogislav Grano (* 20. August 1766 in Stettin; † 26. Mai 1831 in Berlin) war ein preußischer Jurist, Regierungsrat und Zensor.
Leben Grano war ein Sohn des Kriminalrats Johann Bogislav Grano(w) (ca. 1722–18. Mai 1787). Nach einem Jurastudium in Halle (Saale) begann er nach der ersten Prüfung am 28. Juli 1788 als Auskultator bei der Stettiner Regierung, wurde am 24. September 1791 Referendar, am 2. Februar 1794 Justizkommissar und Notar und am 4. August 1794 zum Kriminalrat bei der Stettiner Regierung ernannt. Bis 1806 war er Mitglied des Stettiner Kriminalkollegiums. 1816 wurde er zum Regierungsrat und Justitiar bei der Regierung in Berlin befördert und wirkte ab 1817 im Rahmen der sogenannten Demagogenverfolgung als Zensor. 1819 wurde er zum Geheimen Regierungsrat befördert und bekam am 3. Juli 1819 die Leitung der Ministerial-Untersuchungs-Kommission übertragen. Als diese Kommission im September 1819 aufgelöst wurde, wurde Grano Regierungsbeauftragter der nachfolgenden Immediat-Untersuchungskommission und Vertreter Preußens in der Mainzer Zentraluntersuchungskommission. Dieses Amt behielt er bis Ende April 1820, dann wurde er von Leopold von Kaisenberg abgelöst. Er bekam für seine Arbeit schlechteste Kritiken. Er galt als Muster an Beschränktheit und Anmaßung und als Robespierre der preußischen Zensur. Ab 1822 war er Justitiar im Berliner Polizeipräsidium.
Literatur
Weblinks Grano, Johann Boguslav. In: Carl Maria von Weber Gesamtausgabe. Abgerufen am 27. April 2026
Einzelnachweise
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