mini|hochkant|Joseph M. Reeves (1934) Joseph Mason Reeves (* 20. November 1872 in Tampico, Illinois; † 25. März 1948 in Bethesda, Maryland) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der amerikanischen Battle Force. Zwischen 1931 und 1941 war dies der offizielle Name der United States Pacific Fleet.

Leben Joseph Reeves war ein Sohn von Joseph Cunningham Reeves (1840–1894) und dessen Frau Frances Rosette Brewer (1843–1922). Im Jahr 1894 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs war er an Bord des Schlachtschiffs Oregon, das damals in der Karibik eingesetzt war und unter anderem an der Seeschlacht vor Santiago de Cuba teilnahm.

In den folgenden Jahren diente Reeves unter anderem auf den Schlachtschiffen Wisconsin (BB-9) und Ohio (BB-12). Auf dem Festland war er auf Marinestützpunkten in San Francisco, Newport und Annapolis stationiert. Von 1906 bis 1908 gehörte er der Fakultät der Marineakademie an, wo er die Fächer Physik und Chemie unterrichtete. Im Jahr 1907 trainierte er zudem das Football-Team der Akademie. Danach wurde er auf das Schlachtschiff USS New Hampshire versetzt, wo er als Waffenoffizier (Ordnance Officer) tätig war. Die gleiche Aufgabe erfüllte er danach im Stab des Kommandeurs der Atlantikflotte.

Im Jahr 1910 übernahm Reeves das Kommando über die Station in Tiburon in Kalifornien, wo Kohle für die Dampfschiffe der Marine gelagert wurde. Im April 1913 wurde er mit dem Kommando über die USS Jupiter betraut. Es war das erste Schiff der US Navy, das von Elektromotoren angetrieben wurde. Jahre später, nach Reeves Zeit als Kommandeur, wurde das Schiff unter dem Namen USS Langley zum ersten Flugzeugträger der amerikanischen Flotte umgebaut. Reeves behielt sein Kommando auf der USS Jupiter bis zum April 1914.

In der Folge kommandierte er für einige Zeit unter anderem den Geschützten Kreuzer USS St. Louis und dann zwischen Juni 1914 und Juni 1915 das Schlachtschiff USS Oregon. Danach wurde er zur Schiffswerft Mare Island in Kalifornien versetzt. Nach dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg erhielt er das Kommando über das Schlachtschiff USS Maine (BB-10), ein Schulschiff der Marineakademie, das nicht an militärischen Operationen beteiligt war.

In der Folge wurde Reeves an die amerikanische Botschaft in Rom versetzt, wo er bis 1921 als Marineattaché tätig war. Danach erhielt er das Kommando über den Kreuzer USS Pittsburgh. Anschließend leitete er für einige Zeit die Marinewerft in Mare Island. Nach einer Zeit als Kommandeur des Schlachtschiffs USS North Dakota (BB-29) begann er eine Weiterbildung am Naval War College in Newport. Nach dem Ende dieses Studiums gehörte er für ein Jahr der Fakultät dieser Bildungsanstalt an.

Im weiteren Verlauf erhielt er eine Ausbildung für das neue Fachgebiet der Marinefliegerei. In der Folge war er in diesem Gebiet als Naval Aviation Observer, nicht aber als Pilot tätig. Er bekam das Kommando über eine Flugstaffel der Pazifikflotte, die bis 1931 als Battle Fleet bezeichnet wurde. Als Flaggschiff diente ihm die USS Langley (vormals USS Jupiter), auf der er früher gedient hatte, und die inzwischen zum ersten Flugzeugträger der US-Marine umgebaut worden war. Reeves gilt als einer der Väter der amerikanischen Marineluftstreitkräfte und spielte eine wichtige Rolle bei der Eingliederung von Flugzeugträgern in die Marine.

Von Juni 1929 bis 1930 gehörte er dem General Board der Marine an, was in etwa mit dem Generalstab des Heeres bei der United States Army vergleichbar ist. Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen erhielt er 1933 für kurze Zeit das Kommando über die Schlachtschiffe der Pazifikflotte (Battle Force).

Am 1. Juli 1933 übernahm Joseph Reeves als Nachfolger von William Harrison Standley das Kommando über die gesamte amerikanische Pazifikflotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 15. Juni 1934, als er von Frank H. Brumby abgelöst wurde. Danach wurde er Kommandeur der gesamten amerikanischen Flotte (United States Fleet). Dieses Amt bekleidete er zwischen 1934 und Juni 1936. Anschließend gehörte er bis zu seiner Pensionierung am 30. November 1936 erneut dem General Board der Marine an.

Noch vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg am 7. Dezember 1941 wurde Reeves am 13. Mai 1940 reaktiviert. In der Folge war er bis zum Dezember 1946 Stabsoffizier im Marineministerium. Anschließend schied er endgültig aus dem aktiven Militärdienst aus.

Der mit Eleanor Merrikan Watkins (1873–1947) verheiratete Offizier starb am 25. März 1948 und wurde auf dem Friedhof der Marineakademie in Annapolis beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen Joseph Reeves erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Navy Cross Navy Distinguished Service Medal Legion of Merit Sampson Medal Spanish Campaign Medal World War I Victory Medal American Defense Service Medal American Campaign Medal World War II Victory Medal Orden der Krone von Italien (Italien) Orden der Heiligen Mauritius und Lazarus (Italien)

Weblinks

Reeves in der Military Hall of Honor (zuletzt abgerufen am 17. Januar 2026, im April 2026 nicht mehr erreichbar) Reeves bei Find A Grave (zuletzt abgerufen am 25. April 2026) Reeves bei USS San Fransico org (zuletzt abgerufen am 25. April 2026) Reeves in der Hall of Valor (zuletzt abgerufen am 25. April 2026) Reves in der WayBack Machine (zuletzt abgerufen am 25. April 2026)

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