Kurt Bernhard Drechsler (* 25. September 1900 in Leipzig; † 15. Juni 1980 in Helmstedt) war ein deutscher Politiker (NSDAP) und von 1934 bis 1945 Bürgermeister der Kreisstadt Helmstedt.
Leben und Wirken Kurt Drechsler wurde am 25. September 1900 in Leipzig geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann und trat zum 29. März 1926 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 33.169).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/6800902 Er war Stadtverordnetenvorsteher sowie Fraktionsvorsitzender der NSDAP im Rat der Stadt Braunschweig. Am 14. Dezember 1934 wurde er für eine Amtszeit von zwölf Jahren zum Bürgermeister von Helmstedt gewählt.Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. Aufl. 2004, S. 806
Drechsler war seit dem 15. August 1925 mit Marie Margarethe geb. Heun (1891–1975) verheiratet. Die Eheschließung fand in Zwenkau statt. Kurt Drechsler starb am 15. Juni 1980 im Kreiskrankenhaus St. Marienberg in Helmstedt im Alter von 79 Jahren. Er wohnte zuletzt in der Glockbergstraße 83 in Helmstedt. Drechsler war evangelischer Konfession.
Politik Während seiner Amtszeit setzte Drechsler die nationalsozialistische Kommunalpolitik im Sinne des Führerprinzips um. Die kommunale Selbstverwaltung wurde faktisch aufgehoben, da die Stadtverordneten nur noch beratende Funktionen hatten. Zudem übernahm er im Zuge staatlicher Eingriffe 1938 die Verwaltung der kirchlichen Finanzen in Helmstedt.Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. Aufl. 2004, S. 807
Seine Verwaltungspolitik war geprägt vom Versuch, kommunale Schulden abzubauen und zugleich Arbeitsprogramme umzusetzen. In diesem Zusammenhang wurden Wohnungsbauprojekte gefördert und infrastrukturelle Maßnahmen wie der Autobahnbau wirkten sich auf die lokale Beschäftigung aus.Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. Aufl. 2004, S. 806
Nach der Besetzung Helmstedts durch alliierte Truppen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs blieb Drechsler zunächst bis zum 24. April 1945 im Amt, wurde anschließend interniert und später entlassen.Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. Aufl. 2004, S. 881
Literatur Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. Aufl. 2004
Einzelnachweise
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