Niekwitajny () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski.

Geographische Lage Niekwitajny liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 25 Kilometer östlich der Stadt Pasłęk bzw. 38 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Elbląg.

Geschichte Das einstige Necteinen, nach 1785 Nektein, nach 1820 Nectainen und nach 1912 Nektainen genannte DorfDietrich Lange: Nektainen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) bestand mit paar mittelgroßen Höfen bereits zur Ordenszeit. Im Jahre 1448 wurde der Ort im Zinsbuch der Komturei Elbing erwähnt.

Ein „königliches Bauerndorf“ mit sieben Feuerstellen war Necteinen im Jahre 1785, als solches ebenso benannt bei bereits 14 Feuerstellen und 49 Einwohnern war Nektein im Jahre 1820.

1874 kam Nectainen zum neu errichteten Amtsbezirk Schwöllmen im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland im Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Schwöllmen/Spanden/Krickehnen Am 18. August 1881 wurde es vom Amtsbezirk Schwöllmen in den Nachbaramtsbezirk Podangen umgegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Podangen

Im Jahre 1885 zählte Nectainen 49 Einwohner, im Jahre 1910 waren es 46. Am 1. April 1938 verlor Nektainen seine Eigenständigkeit und wurde in den Nachbarort Alken eingemeindet.

Das gesamte südliche Ostpreußen wurde 1945 in Kriegsfolge an Polen abgetreten. Nektainen erhielt die polnische Namensform „Niekwitajny“ und wurde eine Kolonia innerhalb der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Derzeit ist der Ort allerdings nicht bebaut und bewohnt.

Religion Bis 1945 war Nektainen in die evangelische Kirche Döbern in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 470 außerdem in die römisch-katholische Kirche in Wormditt.

Heute gehört Niekwitajny katholischerseits weiterhin zu Orneta, jetzt im Dekanat Pasłęk I im Bistum Elbląg gelegen. Evangelischerseits ist der Ort jetzt der St.-Georgs-Kirche in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugeordnet.

Verkehr Niekwitajny ist über eine Nebenstraße zu erreichen, die bei Olkowo von der Woiwodschaftsstraße 513 abzweigt und bis nach Podągi führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Godkowo