rahmenlos|rechts Das Schloss Eldingen, Bargefelder Straße 6, in der niedersächsischen Gemeinde Eldingen im Landkreis Celle wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2026) wird es als Veranstaltungszentrum genutzt.

Die Gebäude und der Park stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Eldingen).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Geschichte und Beschreibung Eldingen wurde erstmals 1231 erwähnt. Hier wirkten u. a. ab dem 13. Jh. die Herren von Elding und ab 17. Jh. von der Wense. Es bestand im Mittelalter, unterhalb des heutigen Schlossareals, ein mit Bergfried befestigter Sitz. Die Ritter von Eldingen waren belehnt worden u. a. mit drei freien Sattelhöfen, drei Höfen, acht Koten, einer Wassermühle und dem Fischereirecht an der Lutter. In der Zeit der von der Wenses entwickelten sich die Liegenschaften in die zwei Rittergüter Eldingen I und II, die häufig verpachtet und im 19. Jh. verkauft wurden. 1904 kaufte der Fabrikant Walther Caron das Doppelgut, sein Sohn fasste beide Güter in ein Fideikommiss zusammen.

Schloss Das zweigeschossige, neobarocke, verputzte Herrenhaus mit Souterrain und Mansarddach wurde von 1904 bis 1907 nach Plänen von Hermann Schaedtler (Hannover) für Baron Walther Johannes von Caron (1855–1937), den Bruder des Albert von Caron gebaut.Cordula Steffen-Hammes: Die Schlossbauten des Architekten Hermann Schaedtler von 1888-1927, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, 1996.Schloss Eldingen.Schloss Eldingen bei lostplaces.

Die nordöstliche Hauptfassade gliedert sich durch den mittigen Zugang hinter einer geschwungenen Freitreppe durch ein breites Mittelrisalit mit kolossalen Pilastern und einem Schweifgiebel mit Aufsätzen sowie Eckquaderungen mit Fugenschnitt und differenzierten Fenstereinfassungen. Die südwestliche Fassade erhielt eine vierachsige mittige Loggia mit ionischen Säulen, darüber einen Balkon, zwei seitliche Risalite mit geschwungenen Giebeln sowie davor eine geschwungene Freitreppe. Die Schmalseiten haben ebenfalls Giebelbekrönungen.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Schloss Flüchtlinge untergebracht, ab 1947 diente es als Altersheim. 1961 gehörte es zur Ausbildungsstätte für Atem-, Sprech- und Stimmlehrer. Es diente 2008 auch als Kulisse für den Film Berlin 36.

2010 erwarb Hans Gebhard von der Wense das Schloss, um es anschließend an das Unternehmen ECM weiterzuverkaufen. Es wurde danach saniert. Heute können Räume des Schlosses für Tagungen, Messen oder Feierlichkeiten gemietet werden. Jährlich findet hier mit tausenden Besuchern die Veranstaltung Winterträume statt, bei der Wohnkultur, Kunst und Design, Antiquitäten, Schmuck, Landhausmoden und Winterdekorationen von rund 160 Ausstellern angeboten werden. mini|Gärtnerhaus (2014)

Gärtnerhaus Das eingeschossige, massive Haus mit Sattel- und Krüppelwalmdach sowie einer nördlichen Utlucht stammt von 1907. Der östliche Giebel hat einen mittigen Zugang.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Park Der axial angelegte nordwestliche Park des Rittergutes mit Hauptachse zum Herrenhaus, mit Rasen und rechteckigem Wasserbecken mit Halbmond, geht in einen waldartigen Landschaftspark über.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Allee Auch die von Nord nach Süd führende Parkallee ist denkmalgeschützt.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… repräsentatives Gutshaus […] künstlerische Bedeutung als Erlebniswert für überregional nicht alltägliche künstlerisch-handwerkliche Gestaltwerte ….“

Einzelnachweise

Schloss Kategorie:Schloss im Landkreis Celle Kategorie:Herrenhaus in Niedersachsen Kategorie:Wohngebäude im Landkreis Celle Kategorie:Bauensemble in Niedersachsen Kategorie:Rittergut in Niedersachsen Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Landkreis Celle Kategorie:Neobarockes Bauwerk in Niedersachsen Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren Kategorie:Bauensemble in Europa