Jakob Haas (* 1979 in München) ist ein deutscher Cellist, Komponist und Kulturmanager. Er ist Mitglied der Münchner Symphoniker und bekannt für seine interdisziplinäre Arbeit an der Schnittstelle von klassischer Musik, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.
Leben und Wirken Jakob Haas absolvierte sein künstlerisches Diplom an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2006 ist er festes Mitglied der Cellogruppe der Münchner Symphoniker.
Neben seiner Orchestertätigkeit ist Haas in der Crossover-Szene aktiv. Seit 2006 ist er Cellist der Band Einshoch6, die Klassik mit Hip-Hop verbindet. In dieser Funktion ist er auch für die künstlerische Koordination mit beteiligten Sinfonieorchestern bei weltweiten Tourneen (u. a. für die Deutsche Welle) verantwortlich.
Als Komponist widmet sich Haas der Integration von KI in den kreativen Prozess. Gemeinsam mit Adrian Sieber schuf er 2024 das Orchesterwerk The Twin Paradox: A Symphonic Discourse, das im Münchner Prinzregententheater uraufgeführt wurde. Haas etablierte hierbei die Methode des „metaphorischen Promptings“, bei der eine KI durch abstrakte Begrifflichkeiten als assoziativer Ideengeber für die Partiturerstellung genutzt wird.
Im Bereich der Musikvermittlung verantwortet er innovative Digitalprojekte, darunter VR-Anwendungen für Konzerterlebnisse. Er ist zudem Gründer und Geschäftsführer der Münchner Konzertagentur Kapazunder Concerts GmbH und der Kammerorchester der Münchner Symphoniker GbR.
Auszeichnungen 2024: Publikumspreis des deutschen Kulturförderpreises Kulturlichter 2023: Nominierung für den Preis Innovation der Deutsche Orchesterstiftung (für „The Tapestry of Spaces“) 2008: Musikförderpreis der Landeshauptstadt München (mit dem Ensemble „elektra volksbad“)
Weblinks Jakob Haas bei den Münchner Symphonikern jakob-haas.de Projektwebsite The Twin Paradox
Einzelnachweise
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