Der Staatsstreich in der Zentralafrikanischen Republik 1981 ereignete sich am 1. September 1981. In dem unblutigen Putsch setzte General André Kolingba den Präsident der Zentralafrikanischen Republik, David Dacko ab, als dieser außer Landes, bei einem offiziellen Staatsbesuch in Libyen, weilte.Matt Doeden: Central African Republic in Pictures. (Visual Geography. Second Series) Twenty First Century Books 2009: S. 30. ISBN 1575059525 archive.org Am Tag nach dem Putsch wurde das Comité militaire pour le redressement national (CMRN, Militärkomitee für den Nationalen Wiederaufbau) unter der Führung von André Kolingba gegründet. Dieses setzte die Verfassung außer Kraft und schränkte die Aktivitäten politischer Parteien ein.

Das Militärregime von André Kolingba versprach Wahlen und die Bekämpfung der Korruption, doch in den folgenden vier Jahren nahm die Korruption zu und das Militärkomitee für den Nationalen Wiederaufbau verschob die geplanten Wahlen wiederholt bis 1987. Kolingbas Partei, die Rassemblement Démocratique Centrafricain (Zentralafrikanische Demokratische Sammlung), war die einzige Partei. 1982 überstand das Regime einen erneuten Putschversuch.

Bewertung Richard Bradshaw und Carlos Fandos-Rius geben an, dass Kolingba beim Putsch von 1981 „mit französischer Unterstützung die Macht ergriff“.„seized power with French support“. Richard Bradshaw, Juan Fandos-Rius: Historical Dictionary of the Central African Republic. Rowman & Littlefield, Lanham 2016: S. 83. ISBN 9780810879911 Auch der Historiker Brian Titley merkt an, dass die 800 französischen Soldaten im Land den Befehl hatten, nicht einzugreifen.Brian Titley: Dark Age. The Political Odyssey of Emperor Bokassa. McGill-Queen’s University Press, Montreal 1997: S. 161–162. ISBN 0773516026 1991 räumte der Chef der Direction générale de la Sécurité extérieure (DGSE), Pierre Marion, ein, dass der französische Militärberater Jean-Claude Mantion eine Rolle bei dem Putsch gespielt hatte;Sennen Andriamirado, Hamid Barrada, Hugo Sada: L’Ancien chef des services secrets se met à table. In: Jeune Afrique, is. 12, 1991: S. 40–55. Mantion war kurz vor dem Putsch als Chef der Präsidentengarde in die Zentralafrikanische Republik versetzt worden und behielt diese einflussreiche Position während der gesamten Herrschaft Kolingbas bei.Brian Titley: Dark Age. The Political Odyssey of Emperor Bokassa. Montreal 1997: S. 181.Thomas Borrel, Yanis Thomas: Kap. L’Afrique francophone dans la nasse militaire française. In: Thomas Borrel, Amzat Boukari-Yabara, Benoît Collombat, Thomas Deltombe: Une histoire de la Françafrique: L’empire qui ne veut pas mourir. Éditions du Seuil 2023: S. 476. ISBN 9782757897751

Einzelnachweise

Kategorie:Konflikt 1981 Kategorie:Geschichte (Zentralafrikanische Republik)