Die Leica III ist eine Sucherkamera, die mit dem Kleinbildformat 24 × 36 mm auf 35-mm-Film arbeitet. Sie wurde ab 1933 von Ernst Leitz Wetzlar hergestellt und unterscheidet sich von der im Jahr zuvor herausgebrachten Leica II durch ein zusätzliches Hemmwerk, das längere Verschlusszeiten bis hin zur vollen Sekunde ermöglicht.
Das von Oskar Barnack entwickelte zusätzliche Hemmwerk wurde zum 18. Februar 1933 zum Patent angemeldet, im Februar des Folgejahres allerdings nur ein Gebrauchsmuster mit der Nummer 1.290.909 zugesprochen. Es war so ausgelegt, dass es ausschließlich auf den zweiten Verschlussvorhang verzögernd wirkte. Das hatte den Vorteil, dass es in die Kamera eingebaut werden konnte, ohne den bereits bewährten Verschlussaufbau der Leica verändern zu müssen. Einziges äußeres Merkmal ist der zusätzliche Zeiteinstellknopf an der Vorderseite der Kamera. rechts|1500x1500px Von der Leica III erschienen im Verlauf der Jahre mehrere Modellvarianten mit teils deutlichen konstruktiven Verbesserungen. Die Kameras verfügen über einen gekoppelten Entfernungsmesser, der vom Sucher getrennt ist. Der Sucher ist auf ein 50-mm-Objektiv ausgelegt. Für die Verwendung kürzerer oder längerer Brennweiten ist ein zusätzlicher Sucher erforderlich, der auf den Zubehörschuh aufgesteckt wird.Die Zusammenführung von Entfernungsmesser und Sucher erfolgte erst mit der Einführung der Leica M3, wodurch Bildfeldwahl und Fokussierung in einem einzigen Arbeitsgang möglich wurden. Der Sucher der M3 konnte zudem Leuchtrahmen für 50 mm, 90 mm und 135 mm anzeigen.
+ Modelle der Leica III Modellbezeichnung Produktionszeitraum Merkmale oder Verbesserungen Bild Leica F (Leica III) 1933–1939 Wie die Leica II, jedoch mit langen Verschlusszeiten auf einem vorderen Zeitenrad. 150px Leica 250 1933–1946 Leica III oder IIIa mit 250-Bild-Magazinen (10 Meter Film). 150px Leica G (Leica IIIa) 1935–1940 Kürzeste Verschlusszeit von 1/1000 s. 150px Leica IIIb 1938–1940 Fenster von Entfernungsmesser und Sucher näher beieinander. 150px Leica IIIc 1940–1951 Druckgussgehäuse, geringfügig längeres Gehäuse, überarbeiteter Verschluss mit Kugellagern. 150px Leica IIId 1940–1945 Sehr selten, nur 427 Exemplare wurden gebaut. Leica IIIf 1950–1956 Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 1950 eingeführt. Mit kameraintern wählbarer Blitzsynchronisation für die damals zahlreichen Blitzlampentypen. Zwei Versionen: 1950–1952 mit nicht geometrisch abgestuften Verschlusszeiten und schwarzen Ziffern für die Blitzsynchronisation („Black Dial“, BD); 1953–1956 mit geometrisch abgestuften Verschlusszeiten und roten Ziffern („Red Dial“, RD). Ein Selbstauslöser war ab 1954 als Werkoption erhältlich. Nachgerüstete Modelle werden von Sammlern mit dem Zusatz ST für Self Timer bezeichnet. 150px Leica IIIg 1957–1960 Größerer und hellerer Sucher, geänderte Gehäusekonstruktion, eingespiegelte Leuchtrahmen und automatische Parallaxenkorrektur für 50- und 90-mm-Objektive. Selten. 150px
Zubehör und sonstige Abbildungen
Weblinks
Leica III von Karen Nakamura Leica III von Luis Triguez Leica IIIc von Luis Triguez Leica IIIf RDST von Luis Triguez Leica IIIf als 3D-Modell von Artem Lynnik Geschichte der Schraubleicas Leica III seit 1933 Leica Screwmount Einzelnachweise
Kategorie:Leica-Kamera