Die Herren von Eckum (auch: Eggenheim, Ecginchem, Eckinheym o. ä.) waren ein niederrheinisches Uradelsgeschlecht mit Stammsitz auf dem Mörshof im gleichnamigen Ortsteil der heutigen Gemeinde Rommerskirchen.

Geschichte Zunächst erschienen Wichardo und Eymelrico von Ecginchem im Jahre 1211 in der Urkunde über die Rechte derer von Gill am Eggershovener Mühlenteich. St. Kunibert kaufte im Jahre 1242 Ulrich von Eckincheim achteinhalb Morgen Allod sowie ein Drittel Holzgewalt ab. Ulrich nahm die Güter anschließend wieder in Erbpacht; dies deutet bereits auf den wirtschaftlichen Notstand und Niedergang des Geschlechts hin. Der erste Ritter des Geschlechts erschien jedoch erst in einer Urkunde von 1284; Ritter Theoderich von Brucha verzichtete auf das Lehnrecht am Zehnten zu Sinsteden, der zuvor im Besitz des Ritters Gent(a/y)s von Eckinheym war. Hier wird deutlich, dass die Herren von Eckum bereits früh dem niederen Adel zuzuordnen sind, da sie fähig waren, Lehen zu empfangen; dies war dem Adel vorbehalten. Der Sohn des Letzteren, Mathias von Eckum, kam in einer Urkunde des Gerichts der Grafen von Hülchrath von 1304 vor. Zuletzt erschien das Geschlecht in einer Urkunde von 1308, in der die Geschwister von Eckum einem Hof, den späteren Mörshof, mit Mansen und Ländereien an den Deutschen Orden verkauften; dieser war zugleich Lehnsherr letzterer Güter. Neben dem Hof besaß die Familie auch an anderen unbekannten Orten Allod.

Literatur Josef Schmitz: Rittersitze, Stiftshöfe und Klostergüter am Gillbach (= Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Rommerskirchen Band V), Rommerskirchen 2008, S. 91–93.

Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Ersterwähnung 1211