Esel, Schaf und Hund ist ein türkisches Tiermärchen.Otto Spies (Hrsg. und Übert.): Die Märchen der Weltliteratur – Türkische Märchen. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1967, S. 274–275, 325.

Handlung Ein Bauer hatte einen Esel, ein Schaf und einen Hund, die sich ihre Sorgen erzählten. Der Esel meinte, dass er viele Dinge tragen müsse und wenn er um eine Pause bäte, mit den Stock geschlagen würde. Das Schaf berichtete, dass es seine Wolle hergeben müsse und vor seinen Augen die eigenen Jungen geschlachtet würden. Die Knochen aber gäben sie dem lieben Hund. Beschämt darüber sagte der Hund, dass er ja sonst nichts anderes bekäme und keine Wahl hätte. Also taten sich die drei zusammen und beschlossen des Nachts zu fliehen. Das Schaf konnte jedoch nicht über den Zaun springen, dem Hund gelang es nicht die Kette zu zerreißen und der Esel kam nicht aus dem Stall heraus. Am nächsten Morgen stand ihr Herr wieder vor ihnen.

Hintergrund Das Märchen stammt aus A. Caferoğlus philologischen Dialektstudien (Istanbul 1942–1943, S. 101). Es wurde von Hüseyin Hiz in Çankırı erzählt und erhielt in Otto Spies’ Die Märchen der Weltliteratur – Türkische Märchen (Düsseldorf / Köln 1967) den Titel Esel, Schaf und Hund. Der Stoff ähnelt der Motivreihe 11 in Wolfram Eberhards und Pertev Naili Boratavs Typen türkischer Volksmärchen. Verglichen werden kann AaTh 130.

Literatur Otto Spies (Hrsg. und Übert.): Die Märchen der Weltliteratur – Türkische Märchen. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1967, S. 274–275, 325.

Einzelnachweise

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