Klaus Horst Tilke (* 19. Juni 1905 in Karlshorst bei Berlin; † 5. Oktober 1979 in PotsdamDietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 955 ) war ein deutscher Bildhauer und Keramiker.

Leben und Werk Klaus Tilke war ein Sohn des Kunstmalers Konstantin Willi Tilke und dessen Frau Hedwig Ella, geb. Stange.Standesamt Friedrichsfelde, Geburtsregister, Nr. 202/1905. Zur Ausbildung Tilkes wurden keine Informationen gefunden. Er trat bereits 1928 als Bildhauer mit keramischen Tierplastiken hervor.Andreas Heger: Keramik zum Gebrauch – Hedwig Bollhagen und die HB-Werkstätten für Keramik. VDG, Weimar 2005, S. 138. Es gibt jedoch keine Hinweise auf Ausstellungen in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus. Das Berliner Adressbuch verzeichnete ihn bis 1933 als Bildhauer in der Zehlendorfer Beerenstraße 57, von wo er nach Potsdam zog.

Tilke war Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands.Dresslers Kunsthandbuch. Zweiter Band. Verlag Karl Curtius, Berlin 1930, S. 1020. Er wurde nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingezogen und geriet in Kriegsgefangenschaft.

Danach arbeitete er in Potsdam als Bildhauer und insbesondere als Keramiker, in den 1950er/1960er Jahren auch zusammen mit den HB-Werkstätten für Keramik. Öffentlich präsent wurden vor allem mehrere Tierplastiken für den Tierpark Berlin-Friedrichsfelde und den Zoo Rostock, von denen einige als Wegweiser dienten oder noch immer dienen. Die meisten sind inzwischen verloren gegangen. Tilke war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und 1974 auf der Bezirkskunstausstellung Potsdam vertreten.

Werkbeispiele mini|Skulptur Wildschwein im Tierpark Berlin Wildschwein (1957; Terrakotta; Tierpark Berlin-Friedrichsfelde) Liegender Wisent (1957, Bronze; Tierpark Berlin-Friedrichsfelde) Zahnspinnerraupe (1963, Terrakotta, polychrom; Tierpark Berlin-Friedrichsfelde) Riesenkäfer (1963, Terrakotta; Tierpark Berlin-Friedrichsfelde; wohl nicht mehr vorhanden) Reiher (1963; Terrakotta; Tierpark Berlin-Friedrichsfelde; nicht mehr vorhanden) Zwei Koboldmakis (1963; Bronze; Tierpark Berlin-Friedrichsfelde; seit 1987 vermisst) Schnecke (1963; Kunststein, gegossen; Tierpark Berlin-Friedrichsfelde; nicht mehr vorhanden) Buckelzirpe (1966; Terrakotta; Tierpark Berlin-Friedrichsfelde)Buckelzirpe – Bildhauerei in Berlin Schimpansin mit Jungtier (Terrakotta; Zoo Rostock) Albrecht Daniel Thaer (um 1958; Porträtbüste; Bronze?)Archiv für Gartenbau, 8/2022, S. 560

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