Bernhard Orzechowski (* 19. August 1925 in Oberhausen, Rheinland, gest.) war ein leitender Sportfunktionär in der Deutschen Demokratischen Republik.Volker Kluge: Wer war wer in der DDR? Orzechowski, Bernhard kommunismusgeschichte.de. In: Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix: Wer war wer in der DDR? Ein Lexikon ostdeutscher Biographien. 5. Auflage, März 2010. Berlin: Ch. Links Verlag 2010.
Leben Bernhard Orzechowski wurde am 19. August 1925 in Oberhausen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule ging er nach Bornit (Ostpreußen) und verdingte sich als Landarbeiter. Ab 1940 diente er bei der Wehrmacht, wo er die Ausbildung zum Unteroffizier machte. An der Ostfront kam er im Mai 1945 in Kriegsgefangenschaft (bis 1949). Nach seiner Rückkehr in die Sowjetische Besatzungszone trat er 1950 der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bei und wurde Polizist. Von der Volkspolizei wechselte er 1956 zur Nationalen Volksarmee (NVA) und absolvierte ein Studium an der Hochschule der Volkspolizei in Dresden. Ab 1956 war er zunächst Leiter des Sekretariats der Armeesportvereinigung Vorwärts (ASV) und übernahm leitende Aufgaben. Dann wurde er 1957 auch stellvertretender Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport. 1966 bis 1975 war er Vizepräsident des DTSB-Bundesvorstands für Leistungssport und 1975 bis 1989 für Großsportveranstaltungen verantwortlich. 1979 absolvierte er noch ein externes Studium an der Deutschen Hochschule für Körperkultur zum Sportlehrer. 1968 und 1972 war er Chef de Mission der DDR-Olympiamannschaften.Chef de Mission nahm Arbeit auf. nd-archiv.de 29. Januar 1968 1990 wurde er verrentet.
Auszeichnungen 1960 Verdienter Meister des Sports 1964, 1968, 1972 Vaterländischer Verdienstorden (1970 Ehrenspange) 1980, 1984 Stern der Völkerfreundschaft, 1987 Großer Stern der Völkerfreundschaft
Einzelnachweise
Weblinks Biographische datenbanken Orzechowski, Bernhard. bundesstiftung-aufarbeitung.de DDR-Friedensfahrtmannschaft empfangen. nd-archiv.de 28. Mai 1967 Für hervorragende Verdienste geehrt. nd-archiv.de 28. April 1984 Chef de Mission nahm Arbeit auf. nd-archiv.de 29. Januar 1968 Z4 DDR-Mannschaft wohlauf. OLYMPIA-NOTIZEN Gespräch mit Bernhard Orzechowski, Chef de Mission der DDR-Olympiamannschaft. nd-archiv.de 6. Februar 1968 Deutscher Turn- und Sportbund (Bestand) deutsche-digitale-bibliothek.de. Identitätsausweis von Bernhard Orzechowski als "Chef de Mission" der DDR bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble (in Originalhülle) deutsche-digitale-bibliothek.de. Volker Kluge: Wer war wer in der DDR? Orzechowski, Bernhard kommunismusgeschichte.de. In: Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix: Wer war wer in der DDR? Ein Lexikon ostdeutscher Biographien. 5. Auflage, März 2010. Berlin: Ch. Links Verlag 2010.
Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft Kategorie:Sportfunktionär (DDR) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1925 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann