Sîngerei (Russisch: Сынжерей) ist eine Gemeinde und Stadt im Zentrum der Republik Moldau mit knapp 9954 Einwohnern (2024). Sie ist das Verwaltungszentrum des Rajon Sîngerei. Die Stadt liegt etwa 25 km südöstlich der Gemeinde Bălți.

Name Der Name der Stadt stammt von der rumänischen Bezeichnung für die Blutwurz, eine Pflanze, welche in der lokalen Vegetation häufig vorkommt.

Geschichte Drochia wurde erstmals 1584 in Chroniken erwähnt und entstand um ein feudales Landgut.Documenta Romaniae Historica. A. Moldawien. Band VII (1571–1584). Bukarest: Verlag der Rumänischen Akademie, 2012, S. 625–627. Im Jahr 1797 wurde eine hölzerne Kirche errichtet und 1903 die erste Grundschule des Ortes. Um 1900 lebten einige hundert rumänischsprachige Bauernfamilien in der Ortschaft, bevor danach eine verstärkte wirtschaftliche Entwicklung einsetzte.

Bei der Volkszählung von 1930 wurden 3944 Einwohner erfasst, darunter 3628 Rumänen, was sich bis 1941 auf 4541 Personen erhöhte.Volkszählung 1941

Nach der Annexion Moldaus durch die Sowjetunion 1941/1944 wurde die Ortschaft schließlich am 7. April 1965 nach dem Revolutionär Sergei Laso in Lasowsk umbenannt, erhielt ihren alten Namen jedoch nach dem Zerfall der Sowjetunion zurück. Seit 1990 leidet die Ortschaft wie das gesamte Land an einem raschen Einwohnerverlust durch Emigration und negativer natürlicher Änderung.

Demografie Laut der Volkszählung von 2024 betrug die Einwohnerzahl von Sîngerei 9954, was einem Rückgang gegenüber der vorherigen Volkszählung von 2014 entspricht, bei der 11.848 Einwohner gezählt wurden. 2024 war das Moldauische die Muttersprache von 60,4 % der Bevölkerung, gefolgt von dem Rumänischen mit 34,3 %, dem Russischen mit 3,7 % und dem Ukrainischen mit 1,4 %. Knapp 88 % der Bevölkerung bezeichneten sich als ethnische Moldauer, 8,2 % als Rumänen, 2,5 % als Ukrainer und 0,9 % als Russen. Volkszählung Einwohnerzahl19303.94419594.260197010.149197912.3631989 14.7172004 13.3642014 11.84820249.954

Wirtschaft Die Stadt Sîngerei hat eine Fläche von 83,37 km², wovon der größte Teil aus landwirtschaftlichen Flächen besteht. Die Gegend ist vom Weinanbau geprägt und lebt von der Lebensmittelverarbeitung. In der Stadt befindet sich eine in den 1950er Jahren errichtete Weinfabrik für die Verarbeitung von Trauben und Äpfeln. Daneben wird in der Ortschaft auch Sonnenblumenöl abgefüllt und Säfte produziert.

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Siehe auch Liste der Städte in der Republik Moldau

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