Tegelhörn ist ein Stadtteil von Itzehoe. Er liegt im Norden der Stadt, größtenteils auf dem Gebiet des ehemaligen Guts Pünstorf.

Geschichte Der Entstehung des Stadtteils Tegelhörn begann 1938 durch den Bau von 24 Siedlungshäusern, unterstützt durch die Pumpenfirma Siemen und Hinsch. Die Straße wurde Tegelhörn genannt, in Anlehnung an eine frühere klösterliche Ziegelei. Bald darauf wurden weitere 48 Siedlungshäuser durch die Heimstätte Kiel gebaut, welche heute noch größtenteils in den Straßen Sihistraße, Winkelkamp, Am Gehölz und Bauernweg erhalten sind.

Der Stadtteil erlebte ein größeres Wachstum durch den Zuzug vieler Flüchtlinge und Heimatvertriebener aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien. So wuchs Tegelhörn von 650 Einwohnern im Jahr 1945 auf ca. 5000 im Jahr 1957. 1952 wurden die Ernst-Moritz-Arndt-Schule (Grundschule) und die Kirche St. Jakobi fertiggestellt. Die ersten Unterkünfte, welche 1947/48 durch die Heimstätte Schleswig-Holstein in der Schäferkoppel entstanden, waren sogenannte "Nissenhütten". Die Straßennamen des neuen Stadtteils waren eine Mischung aus alten Flurnamen und Straßennamen, welche auf die Herkunftsgebiete ihrer Bewohner hinweisen. So sollte eine Durchmischung von Flüchtlingen und Einheimischen Bewohnern gefördert werden. Zentren von Tegelhörn wurden der Ostlandplatz sowie der Marienburger Platz.

Literatur Günter Fust: Tegelhörn. In: Arbeitskreis Itzehoer Geschichte (AIG): Itzehoe – genauer hingesehen II. Wege durch die Stadt. Historisches – Entwicklungen – Denkmäler. Itzehoe 2005, S. 48–57.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Itzehoe) Kategorie:Ort im Kreis Steinburg