Wiechlice (deutsch: Wichelsdorf) ist ein Dorf in der Woiwodschaft Lebus, es gehört zum Powiat Żagański und zur Stadt- und Landgemeinde Szprotawa.
Geschichte Die erste Erwähnung erfolgte im Jahr 1260 unter dem Namen Villa Vechlic.
Sehenswürdigkeiten mini|links|Schloss Wichelsdorf
Unter Denkmalschutz stehen: Das Schlossensemble aus dem 18. und 18. Jahrhundert bestehend aus dem Schloss, der klassizistische Bau wurde 1790–95 errichtet. Auf der Rückseite ist ein historisierender Anbau von 1890. Im Inneren gibt es klassizistische Stuckarbeiten. Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 1001 Dazu kommen das Verwalterhaus, Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Getreidespeicher sowie der Stall (heute beheiztes Schwimmbad) mit Säulen, die das neugotische Gewölbe tragen und die Remise. Im Südwesten liegt der Park aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit einem Gärtnerhaus von etwa 1850. Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 1001
Infrastruktur mini|links|Ehemaliger Atombunker der Sowjetarmee In Wiechlice gibt es einen ehemaligen Militärflughafen. Derzeit ist der östliche Teil der Landebahn als sogenannter weiterer Start- und Landeplatz registriert.
Der Flughafen wurde Anfang der 1930er Jahre als Fliegerhorst Sprottau am östlichen Stadtrand auf dem Gelände eines ehemaligen Artillerieübungsplatzes errichtet. Am 1. Januar 1936 nahm die „Fliegerübungsstelle Sprottau“ den Betrieb auf. Im August und September 1939 wurde der Platz während des Polenfeldzuges durch den Stab des Kampfgeschwaders 2 und die I. / Jagdgeschwader 20 genutzt. Bis Kriegsende war der Flugplatz fast ausschließlich durch Schulverbände belegt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Flughafen von Einheiten der Roten Armee übernommen. Die Basisfläche wurde deutlich vergrößert, Wohnblöcke für Soldatenfamilien, öffentliche Versorgungseinrichtungen, Flugzeuggaragen, neue ballistische Lager und eine Sonderanlage mit einem Atombunker wurden gebaut.
Mit dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Polen im Jahr 1992 wurde der Flughafen in eine zivile Einrichtung, also eine Wohnsiedlung und ein Industriegebiet, umgewandelt. Der Flughafen ist seitdem geschlossen.
Töchter und Söhne Arthur Hoffmann (1900–1945) Widerstandskämpfer und Kommunist
Quellen
Weblinks
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