Gotthelf Benjamin Flaschner von Ruhberg (* 21. Dezember 1761 in Oberullersdorf; † 12. Mai 1836 in Böhla bei Ortrand) war ein deutscher Schriftsteller, Komponist und Herausgeber des „Zittauischen topographisch-biographisch-historischen monatlichen Tagebuchs“. Leben
Der Sohn eines Bäckers besuchte ab 1773 in Zittau das Gymnasium, später in Cottbus bis 1779 das Lyzeum. Dann studierte er bis 1787 in Leipzig Theologie und arbeitete zwei Jahre in Dresden als Hauslehrer, ehe er 1789 nach Zittau zurückkehrte. In den folgenden Jahren arbeitete er als Schriftsteller und veröffentlichte mehrere Sammlungen von Gesangs- und Klavierstücken.
Ab 1789 gab Flaschner zusammen mit Jacob Friedrich Neumann das „Zittauische Tagebuch“ heraus. Diese Zeitschrift berichtete auch über Ereignisse und Ideen der Französischen Revolution. Nachdem Neumann 1796 gestorben war, redigierte Flaschner die Zeitschrift bis 1813 allein. Im November 1811 bat Flaschner König Friedrich August I. um seine Nobilitierung und wurde mit dem Beinamen von Ruhberg im Februar 1812 in den Adelsstand des Königreichs Sachsen erhoben. Der gespaltene Wappenschild der Familie wurde von einer Lyra und einem Berg geziert. 1813 zog Flaschner von Ruhberg nach Bautzen und dann später nach Dresden. Schließlich kaufte er das Rittergut Böhla, wo er am 12. Mai 1836 nach längerer Krankheit starb.
Werke Zittauisches topographisches-biographisch-historisches monatliches Tagebuch, Zittau 1789–1813 (Herausgeber bis 1796 mit J. F. Neumann) Zwanzig Lieder vermischten Inhalts für Klavier und Gesang, Zittau/Leipzig 1789; Neue Sammlung von Liedern fürs Klavier, Harmonika und Gesang, nebst vier Märchen, Zittau/Leipzig 1791 Oberlausitzer Adreß-, Post- und Reise-Kalender, Zittau 1794, ²1800; Das blaue Büchlein, Zittau 1803ff (Herausgeber)
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