Die Esperanto-Stacio (deutsch: Esperanto-Bahnhof) ist eine seit 2019 bestehende internationale Begegnungsstätte, ein regionaler Kulturknotenpunkt und ein digitaler Arbeitsort im ehemaligen Empfangsgebäude des Bahnhofs Halbe (sorbisch Łobje). Sie liegt im Landkreis Dahme-Spreewald südlich von Berlin im Bereich der Heideseen.
Die Esperanto-Stacio ist ein Zentrum der Esperanto-Bewegung und kultureller Veranstaltungen. Zudem engagiert sie sich in der Förderung der Plansprache Esperanto und des interkulturellen Austauschs.
Lage und Ensemble Die Esperanto-Stacio besteht aus zwei Gebäuden: dem ehemaligen öffentlichen Empfangsgebäude des Bahnhofs und dem Güterschuppen. Gemeinsam mit dem benachbarten königlichen Empfangsgebäude bilden sie ein denkmalgeschütztes Ensemble, das drei wesentliche Bauten der preußischen Eisenbahngeschichte vereint.
Nutzung und Programm Die Station dient als offenes regionales Kulturhaus und Arbeitsstandort. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf: Der Sprache Esperanto und Mehrsprachigkeit Digitaler Innovation und Wirtschaft Frieden, Demokratie und Menschenrechten Regionaler Kulturarbeit
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehören unter anderem das Videospielefestival Ludo, sowie der Halber Empfang für Wirtschaft und Politik. Zudem finden dort Treffen wie Fieru! (für LSBTI-Esperantisten) und das Frauentreffen FARE statt.
Technologie und Infrastruktur Unter dem Motto „Hightech vom Dorf“ schafft die Einrichtung innovative Lösungen im Bereich Virtual Reality (VR) und digitales Lernen. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt VR Mondo.
Das Gebäude bietet Wohnraum in ehemaligen Eisenbahnerwohnungen sowie funktional umgewidmete Räume: Festejo: Ehemalige Bahnhofskneipe Biletejo: Ehemalige Empfangshalle Oficejo: Büro mit historischem Ticketschalter Kavo: VR-Raum
Architektur und Geschichte
Das Hauptgebäude wurde 1865 vom Architekten August Orth im Auftrag von Bethel Henry Strousberg im klassizistischen Stil entworfen und 1866 eröffnet. Es umfasst heute drei Etagen mit rund 800 m².
Im Jahr 1945 war der Bahnhof ein zentraler Schauplatz der Kesselschlacht von Halbe, wovon heute noch Einschusslöcher an der Fassade zeugen. Nach langem Leerstand nach der Wiedervereinigung erwarb Ralf Gion Fröhlich das Gebäude im Jahr 2019 und renovierte es aufwendig.
Auszeichnungen 2022: Auszeichnung als „Digitaler Ort“ durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg.
Verkehrsanbindung Bahn: Mit dem RE7 stündlich ab Berlin-Ostkreuz oder Königs Wusterhausen. Straße: Über die A13. Wanderwege: Gelegen am 66-Seen-Wanderweg, dem Gurkenradweg und dem Hofjagdweg. Flugzeug: Nähe zum Flughafen BER.
Weblinks
Offizielle Website der Esperanto-Stacio
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 2019 Kategorie:Esperanto Kategorie:Kulturelle Organisation (Brandenburg) Kategorie:Kulturhaus