mini|Kirche Taura (Belgern-Schildau) Die evangelische Kirche Taura ist eine im Kern romanische, mehrfach umgebaute Saalkirche in Taura (Belgern-Schildau) im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zum Pfarrbereich Schildau–Audenhain im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und kann in der Regel nicht besichtigt werden.Information auf architektur-blicklicht.de
Geschichte und Architektur Die Kirche wurde unter Verwendung einer romanischen Chorturmanlage im frühen 16. Jahrhundert umgebaut und nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg erneuert. Restaurierungen wurden in den Jahren 1922 und 1991 vorgenommen.
Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau, der eingezogene Chor ist mit einer polygonalen Apsis in Backstein geschlossen und mit Strebepfeilern versehen. An der Saalnordseite findet sich ein vermauertes Rundbogenfenster, ansonsten wird das Bauwerk durch Korbbogenfenster erhellt. Der eingestellte Westturm ist über quadratischem Grundriss erbaut, geht im Obergeschoss in einen oktogonalen Aufsatz über und wird durch eine geschweifte Haube mit Spitze aus dem Jahr 1740 bekrönt.
Im Innern ist das Bauwerk flachgedeckt. Die Apsis ist mit einem Zellengewölbe aus dem frühen 16. Jahrhundert geschlossen. Flache Spitzbögen trennen den Chor vom Saal und von der Apsis. An drei Seiten sind schlichte Emporen in den Saal eingebaut, die vermutlich aus dem Jahr 1740 stammen.
Ausstattung Zu den Schätzen der Kirche zählt ein spätgotischer Klappaltar vom Anfang des 16. Jahrhunderts.Zeugnis der gelebten Glaubensbreite; Abbildung, Stiftungen der Sparkasse Leipzig, abgerufen am 16. März 2026 Die Predella ist bemalt mit Szenen der Martyrien der Heiligen Erasmus und Laurentius. Im Schrein ist Maria mit dem Kind zwischen dem Heiligen Georg und Anna selbdritt dargestellt. In den Flügeln je drei Heiligenfiguren sowie Darstellungen der Flucht nach Ägypten und der Anbetung der Könige. Die Außenseiten sind bemalt mit den Heiligen Georg und Martin sowie der Erhebung von Maria Magdalena und einer Verkündigungsszene.
Die Kanzel ist mit leeren Bogennischen zwischen eingestellten Säulchen gegliedert und stammt aus der Zeit um 1600. Der gedrungene kelchförmige Taufstein ist ein Werk aus dem 13. Jahrhundert.
Literatur
Weblinks
Website der EKM
Einzelnachweise
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