mini|Andreas Schmitz (2022) Andreas Schmitz (* 23. Februar 1960 in Büderich) ist ein deutscher Bankmanager und Präsident der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf. Er war von 1989 bis 2020 bei der Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt beschäftigt. Zwischen 2009 und 2013 war er Präsident des Bundesverbands deutscher Banken.
Werdegang Zwischen 1978 und 1980 absolvierte Schmitz eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Im Anschluss studierte er Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und legte 1986 das 1. juristische Staatsexamen am Oberlandesgericht Köln ab. Nach einem Referendariat am Oberlandesgericht Düsseldorf legte er dort das 2. Staatsexamen ab.
Schmitz ist verheiratet und hat drei Kinder.
Wirken 1989 begann Schmitz seine Tätigkeit bei dem Bankhaus Trinkaus & Burkhardt, zunächst als Assistent eines der Gesellschafter. Nach zwei Jahren wurde er Kundenbetreuer mit Prokura und 1994 übernahm er den Posten als Abteilungsleiter in der Konsortialabteilung. 1997 wurde er zum Geschäftsbereichsleiter Investment Banking ernannt. Im Jahr 2000 wurde er Teil der erweiterten Geschäftsleitung mit Zuständigkeit für den Bereich Investment Banking, ergänzt 2001 durch die Zuständigkeit für Fremdkapitalmarktgeschäft. 2002 wurde er dann persönlich haftender Gesellschafter für die Bereiche Firmenkundengeschäft, Investmentbanking und Fremdkapitalmarktgeschäft.
Von 2004 bis 2006 war er Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter und im Anschluss bis 2015 Sprecher des Vorstandes, bevor er von 2015 bis 2020 Vorsitzender des Aufsichtsrates war. Von 2008 bis 2017 war Schmitz außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrates und Präsident der Börse Düsseldorf.
Von 2009 bis 2013 war Schmitz Präsident des Bundesverbands deutscher Banken. Er übernahm das Amt in einer von den Auswirkungen der Finanzkrise geprägten Zeit. Dabei nannte er die Krise keine Bankenkrise, sondern eine Vertrauenskrise. Er positionierte sich gegen sofortige zwangsweise aufgebaute Eigenkapitalanlagen für Banken, weil dies die Krise nur verstärke. Zugleich sei es aber notwendig, dass Banken zunehmend Eigenkapital aufbauten, sobald die Krise überstanden sei. Zudem sprach er sich gegen ein Trennbankensystem aus, da Universalbanken stabiler seien als Spezialbanken. Im Zuge der Griechenland- und Euro-Krise kritisierte er das späte und unsichere Krisenmanagement der deutschen Regierung.
Seit 2016 ist er Präsident der IHK Düsseldorf. In dieser Funktion sprach er sich unter anderem für eine Stärkung der Investitionskraft des Standortes Düsseldorf und weniger Bürokratie aus. Darüber hinaus ist er Mitglied im Aufsichtsrat von e.on, wo er den Vorsitz des Prüfungs- und Risikoausschusses innehat und dem Nominierungsausschuss angehört, sowie Aufsichtsratsvorsitzender von Scheidt & Bachmann. Schmitz war Mitglied des Verwaltungsrats der KfW und vertrat dort bis 2017 die Kreditbanken.
Seit 2020 ist Schmitz Mitglied im Beirat der Deichmann SE. 2020 sollte Schmitz zudem einen Sitz im Aufsichtsrat der Commerzbank übernehmen. Er zog sich jedoch vor seiner offiziellen Wahl im März 2021 bereits wieder aus dem Gremium zurück. 2024 wurde Schmitz stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Webasto.
Positionen (Auswahl) Schmitz hat und hatte folgende Positionen inne: Geschäftsführender Gesellschafter der AS Board & Beteiligungs Consulting GmbH Mitglied des Aufsichtsrates, Vorsitzender des Prüfungs- und Risikoausschusses, Mitglied des Nominierungsausschusses der E.ON SE Vorsitzender des Aufsichtsrates der Scheidt & Bachmann GmbH Mitglied im Verwaltungsrat der HSBC Continental Europe S.A. Mitglied im Beirat der Klüh GbR Präsident des Beirats DCW Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung Stellvertretender Präsident der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V. Mitglied im Innovationsrat des EUREF-Campus Düsseldorf
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Einzelnachweise
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