Oscar „Buddy“ Woods (* 7. April 1903Es werden auch frühere Geburtsdaten genannt, etwa 1900 oder davor. in Natchitoches, Louisiana, USA; † 14. Dezember 1955 in Shreveport, Louisiana, USA), auch bekannt als „The Lone Wolf“, war ein US-amerikanischer Bluesgitarrist, Sänger und Songwriter. Er war ein Pionier des Lap-Steel- und Slide-Gitarrenspiels und wird dem Texas Blues zugerechnet. Zwischen 1930 und 1940 war er an der Aufnahme von 35 Songs beteiligt.
Biografie Oscar Woods wurde am 7. April 1903 in der Nähe von Natchitoches (Louisiana) geboren. Um 1925 zog er nach Shreveport (Louisiana), wo er als Straßenmusiker arbeitete und in Juke Joints spielte. Verschiedene Quellen behaupten, er habe die Grundlagen des Bottleneck-Slide-Gitarrenspiels gelernt, nachdem er Anfang der 1920er Jahre ein hawaiianisches Musikensemble auf Tournee in Louisiana beobachtet hatte. Woods tat sich mit dem Gitarristen Ed Schaffer zusammen, und die beiden traten als „Shreveport Home Wreckers“ häufig im Speakeasy „Blue Goose Grocery and Market“ in Shreveport auf. Im Mai 1930 nahm das Duo für Victor Records in Memphis (Tennessee) auf.
Nachdem Ed Schaffer bereits 1931 bei Aufnahmen von Jimmie Davis gespielt hatte, begleiteten die Shreveport Home Wreckers im Februar 1932 Jimmie Davis bei vier in Dallas (Texas) aufgenommenen Titeln. Schaffer und Woods nahmen außerdem zwei eigene Stücke auf, die als Single unter den Namen „Eddie und Oscar“ veröffentlicht wurden. Die beiden gingen auch als eines der ersten gemischtrassigen Duos im Bereich des Country Blues auf Tour.
Woods machte am 21. März 1936 in New Orleans einige Soloaufnahmen für Decca Records, darunter sein bekanntestes Lied Lone Wolf Blues sowie die erste Version von Don’t Sell It, Don’t Give It Away. Die Platten verkauften sich gut, und als Woods im Ende Oktober 1937 in San Antonio (Texas) erneut aufnahm, waren die Shreveport Home Wreckers auf sechs oder sieben Mitglieder angewachsen und nannten sich fortan „Wampus Cats“. Sie begleiteten sowohl Woods als auch Kitty Gray, eine Sängerin und Pianistin, bei mehreren Titeln, die 1937 und 1938 für Vocalion Records aufgenommen wurden.
Im Oktober 1940 machte Woods seine letzten Aufnahmen, fünf Titel für die Library of Congress, aufgezeichnet von John Lomax. Woods lebte weiterhin in Shreveport und spielte als Straßenmusiker und auf Tanzveranstaltungen.
Oscar „Buddy“ Woods starb am 14. Dezember 1955 in Shreveport.
Nachwirkung Für manche Experten war Oscar Woods eine treibende Kraft bei der Einführung des Lap-Steel- und Slide-Gitarrenspiel im Blues. Einer der Musiker, die um 1930 von Oskar Woods diesen Stil erlernten, war der aus Texas stammende Babe Kyro Lemon Turner, der später den Namen Black Ace annahm.
Auch der Bluesmusiker Robert Johnson zollte den Shreveport Home Wreckers eine beiläufige Hommage, indem er eine Strophe ihres 1932 erschienenen Flying Crow Blues fast wörtlich übernahm und als Schlussstrophe in seinem eigenen Song Love in Vain verwendete.
Die Aufnahmen von Oscar „Buddy“ Woods sind im Laufe der Zeit auf etlichen Kompilationen erschienen.
Weblinks
Stefan Wirz: Illustrated Oscar „Buddy“ Woods discography. Wirz.de Lone Wolf Blues – Oscar Buddy Woods auf YouTube
Einzelnachweise Buddy Woods Biography by Uncle Dave Lewis. AllMusic (englisch), abgerufen am 20. Februar 2026 Illustrated Oscar „Buddy“ Woods discography. Wirz.de (englisch), abgerufen am 20. Februar 2026 About Oscar Woods. Apple Music (englisch), abgerufen am 20. Februar 2026
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