Elisabeth Kaufmann (* 28. Oktober 1821 in Cham; † 20. Juni 1865 ebenda; heimatberechtigt ebenda) war eine Schweizer Vorsteherin der Baldegger Schwestern und Gründerin des Instituts Heiligenkreuz in Cham.

Leben und Werk Elisabeth Kaufmann war die Tochter des Wolfgang Kaufmann und der Maria geborene Fähndrich. Sie blieb ledig. Von 1844 bis 1848 war sie an der Arbeitsschule am Institut der Baldegger Schwestern tätig. Als Maria Ottilia legte sie 1846 ihre Profess ab und diente von 1851 bis 1858 als Vorsteherin. Sie wurde 1854 und 1857 wiedergewählt und 1858 zur Assistentin ernannt.Helvetia Sacra. Band VIII/2. S. 85–86.

Nach einem Aufhebungsbeschluss kehrte Kaufmann 1853 mit drei Mitschwestern nach Cham zurück, wo sie schulisch und sozial tätig wurde. Sie erwarb das «Gütlein beim elenden Kreuz» und gründete dort 1859 die franziskanische Schwesterngemeinschaft der Lehr- und Waisenschwestern zum Heiligenkreuz. In ihrer Amtszeit wurde der erste Institutsbau begonnen. Kaufmann gilt als eigentliche Gründerin von Heiligkreuz. Die Trennung von Baldegg erfolgte 1862.Helvetia Sacra. Band VIII/2. S. 347–348.

Die Gemeinschaft der Schwestern wurde 1891/1892 benediktinisch. Ihr Hauptsitz lag bei der Wallfahrtskapelle Heiligenkreuz in Lindencham, wo die Gemeinschaft bis 2006 ein Schulinstitut führte.

Literatur Philipp Etter: Hundert Jahre Schwestern-Institut Heiligkreuz. Cham 1962.

Belege

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