mini|Laury und Lucy Schell, Rallye Monte Carlo 1936 Selim Lawrence „Laury“ Schell (* 29. Oktober 1895 in Genf; † 16. Oktober 1939 in Sens) war ein US-amerikanischer Automobilrenn- und Rallyefahrer. Mit seiner Ehefrau Lucy O’Reilly Schell leitete er das französische Motorsportteam Écurie Bleue, das von 1936 bis 1940 erfolgreich an Grand-Prix- und Sportwagenrennen teilnahm. Es gewann 1937 den „Millionen-Franc-Preis“ für Delahaye und 1938 den Grand Prix de Pau.
Leben und Familie mini|Lucy Schell, Rallye Monte Carlo 1930 Lawrence Schell, genannt „Laury“, war Sohn eines US-amerikanischen Diplomaten und wuchs in Frankreich auf. Er war Amateurrennfahrer, als er in Paris Lucy O’Reilly kennenlernte und heiratete. Sie war das einzige Kind des irisch-amerikanischen Millionärs Francis Patrick O’Reilly (1848–1937) und der Französin Henriette Celestine geborene Roudet. Das Paar ließ sich in Brunoy bei Paris nieder. Die beiden prägten die französische Gesellschaft und die Rennsportszene. Sie lebten in Paris und wurden Eltern der Söhne Henry „Harry“ und Philip. Schell kam im Oktober 1939 bei einem PKW-Unfall ums Leben, seine Frau wurde schwer verletzt.
Lucy O’Reilly Schell gehörte zu den ersten Frauen im Rennsport und fuhr seit den späten 1920er Jahren Rennen sowie Rallyes mit verschiedenen Fahrzeugen. Beim Grand Prix de La Baule 1928 belegte sie in einem Bugatti Type 37 den zweiten Platz. Zwei Jahre später gewann sie 1929 den Damenpokal (Coupe des Dames) der Rallye Monte Carlo und erreichte in einem 2-Liter-Talbot M67 den achten Platz in der Gesamtwertung. Mit ihrem Vermögen finanzierte sie das Rennteam Écurie Bleue („blauer Rennstall“), das sie mit Laury von Delahaye übernommen hatte.
Harry Schell (* 1921) war mit seiner Teilnahme am Großen Preis von Monaco 1950 der erste US-amerikanische Formel-1-Fahrer. In den 1950er Jahren ein bekannter Fahrer, kam er 1960 bei einem Unfall seines privaten Cooper T51 ums Leben. Philip Schell (1923–1991) fuhr 1951 einige Formel-3-Rennen und siegte in Pau und Orléans. Die vier Familienmitglieder Schell wurden im Grab der O’Reillys in Brunoy beigesetzt.
Rennkarriere Schell kam im Team Écurie Bleue in Spa-Francorchamps sowie bei der Mille Miglia 1937 auf dritte Plätze und hatte mit seiner Frau weitere Erfolge bei der Rallye Monte Carlo. Nach einem schweren PKW-Unfall Schells sagte das Team 1938 die Teilnahme am Großen Preis von Donington ab. Als Fahrer waren er selbst, René Dreyfus und „Raph“ vorgesehen.
Statistik Grand Prix mini|Delahaye Type 135 (Sportwagen) mini|Laury Schell im Delahaye 135 (1936) 1936 Großer Preis von Frankreich (Delahaye 135): 4. Platz mit René Carrière 1936 Grand Prix de Marseille: 1. Platz 1937 Großer Preis von Tunesien (Delahaye 135): 4. Platz mit René Carrière
Rallyes 1932 Rallye Monte Carlo (Bugatti): 7. Platz mit seiner Frau 1935 Rallye Monte Carlo (Delahaye 135): 3. Platz mit seiner Frau 1936 Rallye Monte Carlo (Delahaye 135): 2. Platz mit seiner Frau 1937 Mille Miglia (Delahaye 135): 3. Platz mit René Carrière
Weitere Veranstaltungen 1936 Critérium Paris–Nice (Delahaye 135): 1. Platz Bergrennen Nizza–La Turbie: 1. Platz 1937 Critérium Paris–Nice: Bergrennen Nizza–La Turbie: 1. Platz 1937 Coupe du Prince Rainier in Monaco (Delahaye 1,5 l): 1. Platz der Kategorie Sportwagen
Le-Mans-Ergebnisse Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1937 Écurie Bleue Delahaye 135CS René Carrière Ausfall kein Öldruck
24-Stunden-von-Spa-Ergebnisse Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1936 Lucy O’Reilly Schell Delahaye 135CS René Carrière Rang 3
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Einzelnachweise
Kategorie:Rennfahrer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Rallyefahrer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Spa-Francorchamps Kategorie:Sportmanager Kategorie:Unternehmer (Sport) Kategorie:Unternehmer (Frankreich) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1895 Kategorie:Gestorben 1939 Kategorie:Mann Kategorie:Unfallopfer (Straßenverkehr)