mini|hochkant|Dorfkirche Schöna (Mockrehna) Die evangelische Dorfkirche Schöna ist eine im Kern spätromanische Saalkirche im Ortsteil Schöna von Mockrehna im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zum Pfarrbereich Schildau-Audenhain im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Eine Besichtigung ist in der Regel nicht möglich.Information auf architektur-blicklicht.de
Geschichte und Architektur Die Kirche Schöna ist im Kern eine spätromanische Saalkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die im 15. Jahrhundert wesentlich umgebaut wurde, wobei der Saal nach Osten erweitert wurde. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die Fenster erweitert. Restaurierungen erfolgten im Jahr 1972, wobei das Turmdach erneuert und die Laterne abgebrochen wurden.
Das Bauwerk ist ein verputztes Feld- und Bruchsteinbauwerk mit Dreiachtelschluss. Der eingestellte Westturm ist über quadratischem Grundriss erbaut und im Obergeschoss oktogonal; als Abschluss dient eine geschweifte Haube. Korbbogenfenster erhellen das Bauwerk; an der Ostseite ist eine Sakristei angebaut.
Im Innern ist das Bauwerk flachgedeckt, ein breiter Rundbogen (heute bis auf eine Türöffnung vermauert) vermittelte früher zwischen Turm und Saal. An drei Seiten sind schlichte Emporen vom Anfang des 18. Jahrhunderts eingebaut.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Altar des Historismus mit einem Abendmahlsgemälde nach Leonardo da Vinci von F. Laube aus Torgau aus dem Jahr 1895. Die hölzerne Kanzel stammt aus dem Jahr 1618 und wurde laut Inschrift im Jahr 1766 restauriert. Sie zeigt am Korb gemalte Darstellungen des Christuskindes mit der Weltkugel und der Evangelisten. Die Taufe aus Sandstein entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts.
Die Orgel ist ein Werk von Conrad Geißler aus dem Jahr 1854/55 mit neun Registern auf einem Manual und Pedal.Information zur Orgel in Schöna in der Leipziger Volkszeitung vom 19. Dezember 2018
Ein flächiger barocker Altar vom Anfang des 18. Jahrhunderts ohne architektonischem Aufbau befindet sich heute in der Sakristei. Er zeigt in der Predella eine gemalte Darstellung des Abendmahls, im Hauptfeld die Kreuzigung. Die Anschwünge sind mit Rankenmalereien versehen.
Eine spitzbogige spätgotische Sakramentsnische ist an der nördlichen Sakristeiwand angebracht. Sie befand sich ursprünglich nicht dort und ist mit der Jahreszahl 1705 bezeichnet.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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