mini|Verbreitungsgebiet des Mangrovevireos
Der Mangrovevireo (Vireo pallens) ist eine Vogelart aus der Familie der Vireos (Vireonidae).Mangrovevireo, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 25. Januar 2026.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
Der Vogel kommt in Mexiko und in Zentralamerika vor, außer in Panama.
Früher wurde die Art als konspezifisch mit dem Weißaugenvireo (Vireo griseus) angesehen.Allan Keith, Janis I.VE Raffaele, James W. Wiley, Orlando H. Garrido: Birds of the West Indies', Tafel 76. VIREOS (WITH WING BARS). In: Princeton University Press eBooks., 2. Auflage, 2020, S. 170–205 .
Der Lebensraum unterscheidet sich zwischen den Populationen an der Pazifikseite (fast ausschließlich in Mangrovenwald) und an der Karibik (trockene buschbestandene Flächen, Sekundärwald, Waldränder in höheren Lagen, seltener Mangroven). Auf Belize meist bei Breiapfelbäumen (Manilkara zapota).S. M. Russell: A distributional study of the birds of British Honduras. In: Ornithological Monographs, Band 1, S. 1–195, 1964, jstor Im Winter kommt die Art auf der Yucatán-Halbinsel zusammen mit dem Weißaugenvireo (Vireo griseus) vor, der höheren Bewuchs bevorzugt.D. Brewer und G. M. Kirwan: Mangrove Vireo (Vireo pallens), version 1.1. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2024, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Vireo pallensR. Garrigues, R. Dean: The Birds of Costa Rica. Ithaca: 2007. ISBN 978-0-8014-7373-9
Der Artzusatz kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale Die Art ist 10–12 cm groß und wiegt 9–13 g. Charakteristisch sind zwei weiße Flügelbinden, ein matt gelber Überaugenstreif und die gelbe Unterseite. Oberhalb der Zügel findet sich eine gelbbraunes bis zitronengelbliches Areal, die Oberseite ist matt grünlich braun. Die Flugschwingen sind matt dunkelgrau, Hand- und Armschwingen haben an den Außenfahnen schmale gelblich grüne Ränder, die Schulterfedern tragen weißliche Ränder. Die Großen und Mittleren Armdecken sind matt dunkelgrau mit gelblich weißen Rändern und bilden die beiden deutlichen, aber schmalen Flügelbinden. Die Steuerfedern sind dunkelgrau mit grünlichen Außenrändern. Das Kinn ist weißlich gelb, Kehle und Unterseite gräulich, an den Flanken und leicht gelb überhaucht. Die Iris ist bräunlich strohfarben, gelb oder schmutzig weiß, der Schnabel dunkelbraun oder graubraun an der Oberseite, am Unterschnabel heller. Die Beine sind graublau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind im Gesicht weniger deutlich gezeichnet.
Der ähnliche Dickschnabelvireo (Vireo crassirostris) ist graugrün an Scheitel und Nacken, gegen die übrige bräunlich grüne Oberseite abgesetzt.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:HBW and BirdLife International: Handbook of the Birds of the World and BirdLife International digital checklist of the birds of the world. Version 10, 2025, HBW und BirdLife International. Abgerufen am 20. Januar 2026IOC World Bird List Shrikes, vireos, shrike-babblersAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 V. p. paluster , 1938R. T. Moore: Vireo pallens paluster. In: Proceedings of the Biological Society of Washington, Band 51, S. 69, 1938, Biodiversity Library – Westmexiko (Südwesten Sonoras südlich entlang der Küste bis Nayarit), größer und gelber an der Unterseite V. p. semiflavus , 1863O, Salvin: Vireo semiflavus. In: Proceedings of the Zoological Society of London, S. 188, 1863, Biodiversity Library – Karibikseite in Nordguatemala, Südbelize, Nordhonduras und Ostnicaragua, heller grün an der Oberseite, Unterseite heller gelb V. p. ochraceus , 1863 – Südmexiko (Oaxaca) südlich entlang der Küste bis Guatemala und El Salvador (Puerto El Triunfo), matt gelbe Iris V. p. salvini , 1934 A. J. Van Rossem: Vireo pallens salvini. In: Bulletin of the Museum of Comparative Zoology, Band 77, S. 418, 1934, Biodiversity Library – Südostmexiko (Yucatán-Halbinsel) und Nordbelize (einschließlich Turneffe), klein, blass, grünlich olivfarbene Oberseite, gelbliche Unterseite; synonym Vireo pallens olsoni , 1991,A. R. Phillips: Vireo pallens olsoni. In: The Known Birds of North and Middle America, Band 2, S. 178, 1991 V. p. pallens , 1863, Nominatform – Südhonduras und Westnicaragua. V. p. wetmorei , 1991A. R. Phillips: Vireo pallens wetmorei. In: The Known Birds of North and Middle America, Band 2, S. 179, 1991 – Isla El Cayo östlich von Guatemala, längerer und schwererer Schnabel, Zügel und unteres Augenlid dunkel, Stirn tief olivgrün etwas gelblich überhaucht V. p. angulensis , 1990K. C. Parkes: Vireo pallens angulensis. In: Annals of the Carnegie Museum, Band 59, S. 52, 1990, Biodiversity Library – Islas de la Bahía, klein, schmutzig bräunliche Wangen, Rücken blass oliv bräunlich überhaucht, Federn des unteren Augenlides dunkel im Gegensatz zu denen des Oberlides. V. p. browningi , 1991A. R. Phillips: Vireo pallens browningi. In: The Known Birds of North and Middle America, Band 2, S. 179, 1991 – Südostnicaragua, Schnabel dünn und kürzer, Kopfkappe und Wangen dunkler, Oberseite dunkler und kräftiger gefärbt als bei V. p. wetmorei V. p. nicoyensis , 1990K. C. Parkes: Vireo pallens nicoyensis. In: Annals of the Carnegie Museum, Band 59, S. 57, 1990, Biodiversity Library – Golf von Nicoya, Westen Costa Ricas, Iris hellbraun, blassgelb oder weiß, blasser und matter gefärbt als die anderen Unterarten, Kehle und Unterseite fast reinweiß V. p. approximans , 1884R. Ridgway: Vireo approximans. In: Proceedings of the United States National Museum, Band 7, S. 179, 1884, Biodiversity Library – Providencia Insel, gelbliche Brust, großer Schnabel mit breiter Basis. Ursprünglich als eigenständig beschrieben, zeitweise als Unterart des Dickschnabelvireo (Vireo crassirostris) geführt und dann als Vireo crassirostris approximans bezeichnet.Vireo crassirostris or approximans, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 31. Januar 2026.K. S. Peiman: Thick-billed Vireo (Vireo crassirostris), version 1.0. In: (T. S. Schulenberg, Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Vireo crassirostris Aufgrund neuerer Untersuchungen erfolgt die Zuordnung wie hier aufgeführt. Eventuell handelt es sich doch um eine eigenständige Art.T. Donegan, A. Quevedo, J. C. Verhelst, O. Cortés-Herrera, T. Ellery und P. Salaman: Revision of the status of bird species occurring or reported in Colombia 2015, with discussion of BirdLife International’s new taxonomy. In: Conservación Colombiana, Band 23, S. 3–48, 2015, PDF
„Birds of the World“, Avibase und die„Clements Checklist of Birds of the World“J, F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025 Abgerufen am 23. Januar 2026 fassen V. p. semiflavus, V. p. ochraceus und V. p. salvini als polytypische Semiflavus Gruppe und V. p. pallens, V. p. angulensis und V. p. nicoyensis als Polytypische Pallens Gruppe zusammen. Die aufgeführten Unterarten V. p. wetmorei und V. p. browningi werden nicht als solche anerkannt, sondern der Unterart V. p. semiflavus zugerechnet.
Stimme Die Lautäußerungen werden als schnatternde, schnell wiederholte Folge von 2–10 gleichen Tönen beschrieben, als eintöniges „cho-chi-chi-chi“ oder als lautes, kratziges „jee-wee-wee-wee“ oder „chewy-chewy-chewy-chewy“.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Sie reagiert gern auf „Pish-“ und Quäklaute. Die Nahrung besteht aus Spinnentieren, kleinen Käfern, Zwergzikaden und in größerem Umfange aus Früchten, aber weniger als der im Winter im gleichen Habitat vorkommende Weißaugenvireo (Vireo griseus). Die Nahrung wird meist ziemlich niedrig in der Vegetation gesucht, einzeln oder paarweise, mitunter auch zusammen mit gemischten Jagdgemeinschaften. Der Vogel ist standorttreu und singt auch im Winter. Die Brutzeit liegt in Belize zwischen April und Juni. Das Gelege besteht aus drei 2 weißen Eiern mit schokoladenbraunen Flecken.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur O. Salvin: Vireo pallens. In: Descriptions of thirteen new species of birds discovered in Central America by Frederick Godman and Osbert Salvin. In: Proceedings of the Zoological Society of London, Teil 2, S. 188, 1863, Biodiversity Library A. Solano-Ugalde: Notas sobre la época reproductiva y caracteres juveniles de Vireo pallens (Vireonidae: Aves), Refugio de Vida Silvestre Curú, Puntarenas, Costa Rica. In: Brenesia, Band 66, Heft September, S. 89–90, 2006
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise
Kategorie:Vireos