Lito (Untertitel Live at the North Sea Jazz Festival) ist ein Musikalbum des Carlos Ward Quartet mit Woody Shaw. Die am 9. Juli 1988 beim North Sea Jazz Festival in Den Haag entstandenen Aufnahmen erschienen 1989 auf Leo Records.

Hintergrund Nachdem der Saxophonist Carlos Ward in den späteren 1980er-Jahren in den Gruppen von Abdullah Ibrahim, Don Cherry, Amina Claudine Myers und Cecil Taylor gearbeitet hatte, stellte er ein eigenes Quartett zusammen, dem auch der Trompeter Woody Shaw angehörte. Die Rhythmusgruppe bildeten der Schweizer Bassist Walter Schmocker und der österreichische Schlagzeuger Alex Deutsch.

1992 wurde Lito von Leo Records als Compact Disc wiederveröffentlicht, erweitert um den Titel „Pettiford Bridge (Dedicated to Oscar Pettiford)“.

Titelliste Carlos Ward Quartet: Lito (Leo Records – LR 166) A Lito 24:28 B1 Lee 13:05 B2 First Love 5:23 B3 Sundance 7:38

Die Kompositionen stammen von Carlos Ward.

Rezeption mini|Woody Shaw (1979) Michael G. Nastos verlieh dem Album in Allmusic viereinhalb Sterne und schrieb, dieser Live-Auftritt des Saxophonisten/Flötisten beim North Sea Jazz Festival mit einem Quartett, zu dem auch der Trompeter Woody Shaw gehört, sei ein ausführliches Werk und würde hervorragend klingen.

Richard Cook und Brian Morton, die Autoren des Penguin Guide to Jazz Recordings beschrieben das Album als „eine wertvolle Dokumentation sowohl von Ward als auch von Woody Shaw, der großartig klingt“. Sie erklärten: „Das Interessante an Lito ist, wie wirkungsvoll der Saxophonist als Komponist ist.“Richard Cook & Brian Morton: The Penguin Guide to Jazz on CD; Second Edition, London, Penguin, 1993 ISBN 0-14-017949-6

Ian Carr hob das Album im Jazz Rough Guide hervor und meinte, Wards Kompositionen würden die ideale Basis für eine exzellente Darbietung darstellen, besonders von Seiten Woody Shaws, zu dessen letzten Aufnahmen dieser Mitschnitt gehöre.Ian Carr, Brian Priestley, Digby Fairweather (Hrsg.): Rough Guide Jazz. ISBN 1-85828-137-7.

Steve Vickery (Coda) nannte das Album „ein letztes Zeugnis des kreativen Genies von Woody Shaw“ und hob „Sundance“ besonders hervor, wobei er anmerkte, dass Shaw „durch sein Solo gleitet und mit dem Thema wie mit einem zu lösenden Puzzle spielt.“Steve Vickery: Contemporary Music in Review. In: Coda, November 1991, Heft 240, S. 30.

Einzelnachweise

Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album 1989 Kategorie:Livealbum