mini|Herderplatz 5 (Weimar) Das Haus Herderplatz 5 ist ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftsgebäude in der Altstadt von Weimar. Es steht an der Südseite des Herderplatzes.

Geschichte Zur Zeit seiner Erbauung hieß der Herderplatz entweder Töpfenmarkt oder Holzmarkt.Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Weimar 2004, S. 38.Rainer Wagner, Gitta Günther: Weimar – Straßennamen, Rhino-Verlag, Ilmenau 2012, S. 75.

Das schmale, viergeschossige Haus entstand 1824. Auftraggeber war der Kaufmann Eulenstein und ist dem Spätklassizismus zuzurechnen. Im Jahr 1848 erfolgte der Einbau eines Laden im Erdgeschoss. 1888 wurde der Ladeneingang in der Mitte geschaffen. Im Jahr 2005/06 wurde das Gebäude saniert. Unverändert erhalten sind die räumliche Struktur der Obergeschosse mit zweiachsiger Stube, die jeweils von zwei einachsigen Klammen flankiert sind. Hofseitig angeordnet ist die Folge der Treppe, Küche und Kammer ebenfalls bauzeitlich. In den kurzen Anbauten befinden sich Abort und eine weitere Kammer. Äußerlich ist der auf einem kleinen Grundstück stehende Bau schlicht gestaltet. Rückwärtig wird es durch zwei kurze Anbauten erweitert, die den kleinen Innenhof einfassen. An der Fassadenseite sticht nicht zuletzt das zweiachsige Zwerchhaus auf dem Satteldach hervor des vierachsigen Gebäudes. Unter den Dreiecksgiebelbrettern hat es ein Halbrundfenster. Die Geschossgliederung ist mit nur schwach angedeuteten Putzbändern angedeutet. Die bauzeitliche Ausstattung mit der rechtsgewendelten Haustreppe, den Dielenfußböden und den klassizistischen Innentüren mit Kastenschlössern ist großenteils erhalten.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 392.

Einzelnachweise

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