Turbo Debugger (TD) ist ein von Borland entwickelter Standalone-Debugger mit einer zeichenorientierten Benutzeroberfläche.
Bereits seit der ersten Version können mehrere Arbeitsschritte als Makro gespeichert und einer Tastenkombination zugeordnet werden. Es ist möglich, den Quelltext eines Programms und den dazugehörigen Assemblercode gleichzeitig anzuzeigen.
Unterstützte Sprachen Der Debugger ist optimiert für Programmiersprachen Borland C++, Turbo C/C++, Borland Pascal, Turbo Pascal und Turbo Assembler (TASM), lässt sich prinzipiell aber auch weitestgehend mit gleichwertigen Konkurrenzprodukten, wie beispielsweise Microsoft C, QuickC (einschließlich QuickAssembler) und dem Microsoft Macro Assembler nutzen. Microsoft Pascal und QuickPascal werden allerdings nicht unterstützt. Symboltabellen für CodeView können mit dem Tool in das Format für Turbo Debugger umgewandelt werden. Bei COM-Dateien besteht das Problem, dass diese architekturbedingt keine Symboltabelle enthalten können. Es ist daher notwendig, diese in einer separaten TDS-Datei (Turbo Debugger Symbol) bereitzustellen.
Geschichte DOS und Windows Die nachfolgende Tabelle enthält eine Auswahl der wichtigsten Änderungen der einzelnen Versionen: Version Datum Beschreibung 1.0 Vollständige Unterstützung von Turbo Pascal 5.0, Turbo C 2.0 und Turbo Assembler 1.0 Turbo Debugger ist in der Lage, drei Speichertypen zu nutzen, sofern diese jeweils vorhanden sind: Hauptspeicher EMS XMS Makros für komplexe Arbeitsschritte Remote-Debugging unter DOS mit Hilfe des Tools Unterstützung von In-Circuit-Emulation (ICE) von 386er-Prozessoren 2.0 Unterstützung von objektorientierter Programmierung in Turbo Pascal und Turbo C++ Unterstützung von TSR-Programmen und Gerätetreibern -Funktion 2.5 Turbo Debugger for Windows (TDW) Für Remote-Debugging unter Windows wurde analog zu das Tool eingeführt Für Remote-Debugging wird eine höhere Baudrate unterstützt Für Windows-Programme können Nachrichten nachverfolgt werden 3.0 Unterstützung von objektorientierter Programmierung in Turbo C++ for Windows 3.1 Kompatibilitätsprobleme der unter Windows 3.1 behoben. 3.2 4.0 Unterstützung von 16-Bit- und 32-Bit-Programmen Unterstützung großer Programme Unterstützung von Multithreading unter Windows Anhängen an einen laufenden Prozess unter Windows NT Ausnahmebehandlung für C- und C++-Programme Unterstützung von Programmen, die die Object Windows Library (OWL) nutzen kann unter Win32s genutzt werden und erlaubt unter bestimmten Grafikeinstellungen auch das Debugging mit mehreren Monitoren 4.5 5.0 Unterstützung von Object Pascal resp. dem Derivat Delphi Just-in-Time-Debugging unter Windows NT
OS/2 Die nachfolgende Tabelle enthält eine Auswahl der Besonderheiten von Turbo Debugger GX for OS/2: Version Datum Beschreibung 1.0 GX Grafische Benutzeroberfläche für OS/2 Unterstützung von Borland C++ for OS/2 und Turbo Assembler for OS/2 Unterstützung von Hardware-Debugging-Registern Werkzeuge für den Presentation Manager Zwei Debug-Modi für PM-Anwendungen: Soft-Mode (Standard):Alle PM-Anwendungen können Nachrichten senden und empfangen. Diese können ggf. verzögert und in anderer Reihenfolge eintreffen. Hard-Mode:Alle PM-Anwendungen werden angehalten. Ausgenommen ist die Anwendung, die gerade untersucht wird. Nachrichten für die untersuchte Anwendung treffen immer in der Reihenfolge ein, in der sie gesendet wurden. Multitasking ist jedoch nicht möglich. Mehrere Quellcode-Fenster können gleichzeitig geöffnet werden 1.5 GX 2.0 GX
Rezeption Die Zeitschrift Byte zeichnete das Programm 1989 aus und beschrieb es bezüglich des Funktionsumfangs als Schweizer Taschenmesser.
Im selben Jahr wurde der Turbo Debugger von der Zeitschrift PC Magazine mit dem ausgezeichnet:
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Programmierwerkzeug Kategorie:DOS-Software Kategorie:OS/2-Software Kategorie:Windows-Software Kategorie:Historische Software