Karl Otto Rost, seit 1913 von Rost (* 16. Februar 1852 in Koblenz; † 12. August 1922 in Hannover) war ein preußischer Generalleutnant.

Leben Herkunft Otto war ein Sohn des preußischen Majors Ludwig Rost (1804–1874) und dessen Ehefrau Wilhelmine, geborene Grünewald (1824–1865).Otto Zimmer-Vorhaus: 1813/1913. Offizier-Stammliste des Infanterie-Regiments von Lützow (1. Rheinisches) Nr. 25 und seines Stammes, des Kgl. Pr. von Lützowschen Freikorps. Beckmann Verlag, Berlin 1913, S. 465.

Militärkarriere Nach dem Besuch des Kadettenkorps wurde Rost am 7. April 1870 als Sekondeleutnant im 1. Hannoverschen Infanterie-Regiment Nr. 74 der Preußischen Armee angestellt. Während des folgenden Krieges gegen Frankreich wurde er in der Schlacht bei Spichern schwer verwundet. Nach seiner Gesundung nahm er an der Einschließung von Thionville, den Belagerungen von Montmédy und Mézières, dem Handstreich auf Rocroy sowie dem Gefecht bei Pontarlier teil.

Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse war Rost nach dem Friedensschluss von Anfang Oktober 1871 bis Mitte Januar 1875 Adjutant des Füsilier-Bataillons. Mitte August 1876 wurde er ab dem 1. Oktober 1876 auf ein Jahr zur Dienstleistung beim 1. Rheinischen Feldartillerie-Regiment Nr. 8 kommandiert und avancierte Mitte Dezember 1877 zum Premierleutnant. Vom 16. September 1881 bis zum 18. August 1885 folgte seine Kommandierung als Inspektionsoffizier zur Kriegsschule in Erfurt. Nachdem er anschließend in den Truppendienst zum seinem Stammregiment zurückgekehrt war, wurde er am 17. April 1886 unter Beförderung zum Hauptmann zum Chef der 6. Kompanie ernannt. Mitte November 1894 rückte Rost zum überzähligen Major auf, erhielt als solcher die Erlaubnis zur Annahme des Ritterkreuzes I. Klasse des Ordens Heinrichs des LöwensMilitär-Wochenblatt. Nr. 90 vom 12. Oktober 1895, S. 2253. und war ab dem 18. April 1896 für fünf Jahre Kommandeur des I. Bataillons. Anschließend war er als Oberstleutnant beim Stab des Infanterie-Regiments „von der Marwitz“ (8. Pommersches) Nr. 61 in Thorn tätig und wurde am 18. Juli 1903 mit der Beförderung zum Oberst als Kommandeur des Infanterie-Regiments „Keith“ (1. Oberschlesisches) Nr. 22 nach Gleiwitz versetzt. Unter Versetzung zu den Offizieren von der Armee avancierte Rost am 18. Februar 1908 zum Generalmajor und erhielt am 21. März 1908 das Kommando über die 21. Infanterie-Brigade in Schweidnitz. In Genehmigung seines Abschiedgesuches wurde Rost am 20. März 1911 unter Verleihung des Charakters als Generalleutnant mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.

Nach seiner Verabschiedung erhob ihn Wilhelm II. anlässlich seines 25-jährigen Regierungsjubiläums am 16. Juni 1913 in den erblichen preußischen Adelsstand.

Familie Rost hatte sich am 5. Juni 1888 in Wandsbek mit Anna Bieber (* 1864) verheiratet. Aus der Ehe gingen die Kinder Alexander (* 1889), Ellen (* 1891), Marietta (* 1892) und der spätere Generalleutnant Hans-Günther von Rost (1894–1945) hervor.

Literatur [Otto] Funck, v. Feldmann: Offizier-Stammliste des vormaligen Königlich Hannoverschen 3. Infanterie-Regiments und des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 74. 1813–1913. Rechts-, Staats- und Sozialwissenschaftlicher Verlag, Hannover 1913, S. 219–220. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1915. Neunter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1914, S. 785–786.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen) Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Ritter des Ordens Heinrichs des Löwen Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Nobilitierter (Preußen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1852 Kategorie:Gestorben 1922 Kategorie:Mann