Christian Karl August SchieferdeckerFriedrich Müller, Karl Klunzinger: Schieferdecker, Christ. Karl August, in dies.: Die Künstler aller Zeiten und Völker: oder Leben und Werke der berühmtesten Baumeister, Bildhauer, Maler, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen etc. von den frühesten Kunstepochen bis zur Gegenwart. Nach den besten Quellen bearbeitet ... ( = Neuestes, allgemeines Künstler-Lexicon in 3 Bänden), ( = 37., 38. und 39. Lieferung, Schluss des Werkes), Bd. 3: M – Z, Stuttgart: Verlag von Ebner & Seubert, 1864, S. 451f.; Volltext-Digitalisat über das Münchener Digitalisierungszentrum oder Karl August SchieferdeckerEduard Maria Oettinger: Moniteur des dates, 1880, S. 134; Google-BooksAutobiografie: Schieferdecker, Karl August. In Adolf Seubert: Allgemeines Künstlerlexicon oder Leben und Werke der berühmtesten lebenden Künstler, zweite, umgearbeitete und ergänzte Auflage, Band 3: O – Z. Nebst Nachträgen, Stuttgart: Verlag von Ebner & Seubert, 1879, S. 240; Google-Books (geboren 1823 in Leipzig;Walther Rehm, Ernst Heidrich, Arthur Schulz: Beiträge zur Gestalt Winckelmanns, Neudruck der Jahresgabe 1958 der Winckelmann-Gesellschaft Stendal, Berlin, Boston: De Gruyter, 2022, ISBN 978-3-11-256543-8, S. 65; Google-Books gestorben 5. November 1878 ebenda) war ein deutscher Porträt- und Bildnismaler, Lithograf und Zeichenlehrer.

Leben

mini|„Der Bier- und Kaffeegarten am Schützenhaus Leipzig“; um 1850; Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Schieferdecker durchlief zunächst eine Ausbildung bei einem Lithografen, bevor er die Kunstakademie zu Leipzig besuchte, wo er als Schüler von Bernhard Neher dem Jüngeren und Gustav Jäger lernte. Den dazu notwendigen Lebensunterhalt verdiente sich Schieferdecker vor allem durch Zeichnen, Malen und Lithografieren sowie als Zeichenlehrer.

Nach seinen Studien - die Akademie hatte ihm ein „Ehrenzeugnis“ ausgestellt - unternahm er mehrere Bildungsreisen, darunter durch Deutschland und in die Schweiz, nach Belgien und insgesamt je zwei Mal nach Paris und Italien.

Als geschätzter Porträtmaler schuf er insbesondere in den 1850er und 1860er Jahren eine große Anzahl Lithografien mit Bildnissen Leipziger Persönlichkeiten, darunter beispielsweise das Bildnis des Archäologen Johann Joachim Winckelmann. Seltener schuf Schieferdecker auch Porträts als Ölgemälde, teils als Reproduktion nach Gemälden anderer Künstler, teils „frei nach der Natur.“

Für sein Wirken wurde er mit der Verleihung der Sachsen-Altenburger Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. In seinem letzten Lebensjahr hatte der im Leipziger Adreß-Buch von 1878 als August Schieferdecker verzeichnete Künstler seinen Wohnsitz im Haus Johannesgasse 32.Leipziger Adreß-Buch für 1878, Abt. 1, Teil 1: Alphabetisches Verzeichniß der Einwohner mit Angabe ihres Standes und ihrer Wohnungen einschließlich solcher kaufmännischer Firmen, welche anders lauten, als die Namen ihrer Besitzer, Leipzig: Verlag von Alexander Edelmann, 1878, S. 239; Digitalisat über die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

Bekannte Werke (Auswahl) In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand sich ein Großteil von Schieferdeckers mehrere hundert Blätter umfassenden graphischen Werkes im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig.

Reproduktionen Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen nach Winterhalter General von Rockhausen nach von Ferdinand von Rayski mehrere Leipziger Kaufleute nach Rotting Lithografien Porträt des Buchhändlers und Verlegers Otto August SchulzAngaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Weblinks

Christian Karl August Schieferdecker (1823-1878) im museum-digital

Einzelnachweise

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