Mix of Sun and Clouds ist ein Musikalbum der Formation Jass um Alban Darche. Die im Juni 2015 im Studio in der Remise, Berlin entstandenen Aufnahmen erschienen am 10. November 2016 auf Yolk Records.
Hintergrund Mit Mix of Sun and Clouds legte die französisch-schweizerisch-amerikanische Gruppe Jass (ein Akronym aus den Initialen der Mitglieder) ihr drittes Album vor – nach dem selbstbetitelten Debütalbum von 2014 und dem Livealbum AJMiLIVE #10 (2015). Mitglieder der Formation sind John Hollenbeck am Schlagzeug, Alban Darche am Tenorsaxophon, Samuel Blaser an der Posaune und Sébastien Boisseau am Bass.
Titelliste Jass: Mix of Sun and Clouds (Yolk Records J2068) Roman I 6:32 Mix of Sun and Clouds (John Hollenbeck) 10:45 Bio 5:46 Forced Empathy (John Hollenbeck) 5:47 Wagonnet Song (Samuel Blaser) 5:00 Ansia da Separazione (John Hollenbeck) 8:41 Missing Mark Suetterlyn (Samuel Blaser) 5:25 Lonyay Utca (Sébastien Boisseau) 4:22 Roman II 3:43
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Alban Darche.
Rezeption mini|John Hollenbeck (2019) Mit ihrem dritten Album würde JASS mit derselben Energie und der Reife erfahrener Musiker genau dort anknüpfen, wo sie aufgehört haben, schrieb Nicolas Dourlhè (Citizen Jazz). Anstatt einfach nur die Messlatte höher zu legen und ihre bereits beachtliche Stärke zur Schau zu stellen, gingen sie tiefer und erweiterten ihr musikalisches Spektrum. Alles ruhe auf dem Fundament, denn mehr denn je sei die Rhythmusgruppe die treibende Kraft des Ganzen. Das Schlagzeug sei, ohne aufdringlich zu wirken, voller Klangfarben und nutze eine ebenso subtile wie wirkungsvolle Polyrhythmik. Der runde und präzise Bass steuere das Schiff mit großer Finesse und vollendeter Virtuosität und ermögliche so eine ruhige und harmonische musikalische Reise. Auf „Forced Empathy“ entfalte ihre Kombination eine wunderbare Wirkung, und in einem ebenso hypnotischen wie archaischen Tanz werden die Bläser von rohen und schillernden Funken mitgerissen.
Darches neoklassische Stücke würden sich mit natürlicher Leichtigkeit entfalten und an die Ursprünge des Jazz erinnern (dessen archaische Form tatsächlich Jass genannt worden wäre), ob bluesig oder vom New Orleans Jazz beeinflusst, wie etwa bei „Wagonet Song“ oder „Roman II“, so der Autor weiter. Hollenbecks Stücke hingegen, urbaner und formal weitläufiger, offenbarten eine sanfte Sensibilität („Forced Empathy“, „Ansia da separazione“). Besonders hervorzuheben sei „Lonyay Utca“ von Boisseau, das durch seine schlichte, aber ebenso wirkungsvolle wie berührende Schönheit besteche.
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Einzelnachweise
Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album 2016