Izabela Dłużyk (* 1989 in Danzig, Polen) ist eine polnische Klangdokumentaristin und Naturton-Aufnahmeleiterin, welche durch ihre Aufnahmen von Vogelstimmen und Klanglandschaften unter anderem aus der Białowieża-Urwaldregion und dem Amazonas bekannt wurde. Im Jahr 2023 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen. Im Dezember 2025 erhielt sie den Titel Człowiek bez Barier 2025 (‚Mensch ohne Barrieren‘).

Leben und Wirken Dłużyk stammt aus Gdańsk. Sie ist aufgrund einer Retinopathia praematurorum seit ihrer Geburt blind. Mit zwölf Jahren begann sie nach dem Geschenk eines Diktiergeräts mit der Aufnahme von Vogelstimmen. Sie studierte Anglistik und Russistik an der Universität Gdańsk und schloss 2023 eine Promotion ab. Sie arbeitet am Fremdsprachenzentrum der Universität Gdańsk. Im Jahr 2016 trat sie erstmals zur Dokumentation von Naturklängen eine schwarmfinanzierte Reise nach Peru an.

Dłużyk spezialisiert sich auf Natur- und insbesondere Vogelstimmen und zeichnet Klanglandschaften im Białowieża-Nationalpark auf. Im BBC-Dokumentarhörspiel Izabela in the forest (2023) führt sie die Hörerschaft durch den akustischen Reichtum des Waldes; produziert wurde die Sendung von Monica Whitlock. Dies machte ihre Arbeit international bekannt. Ihre Aufnahmepraxis erfolgt über Parabolmikrofone und über längere Zeit stationierte Mikrofone. Sie gilt als Expertin zur Bestimmung von Arten allein anhand ihres Klangs. Für ihre Arbeit wurde sie 2023 in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen. Für ihr Engagement und ihre inspirierende Haltung erhielt sie Ende 2025 im Warschauer Schloss den Titel Człowiek bez Barier (‚Mensch ohne Barrieren‘).

Einzelnachweise

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