alternativtext=Porträt einer jungen Frau mit dunkelblonden kurzen Haaren, im schwarzen T-Shirt, vor einer efeubewachsenen Wand|mini|Caroline Kapp (2026) Caroline Anne Kapp (* 1988 in Mainz) ist eine deutsche Theaterregisseurin.
Leben Kapp studierte Kulturwissenschaften und leitete anschließend drei Jahre ein soziokulturelles Projekt in Berlin. Im Jahr 2014 absolvierte sie erste Assistenzen am Theater Bremen und kuratierte dort 2018 das Festival NEW GREEK WAVE für zeitgenössisches griechisches Theater. 2021 hatte sie die künstlerische Produktionsleitung der Wiesbaden Biennale inne und erlangte größere Aufmerksamkeit, als ihre an der Otto-Falckenberg-Schule München entstandene Inszenierung Messy History Lessons beim Körber Studio Junge Regie ausgezeichnet wurde. Von 2017 bis 2019 war sie Stipendiatin der Richard Stury Stiftung.
Wirken Im Jahr 2024 brachte Kapp am Theater Bremen Don Quixote nach Kathy Acker und Miguel de Cervantes heraus; die taz beschrieb die Aufführung als „fragmentarisches Theater der Liebestheorie“ und diskutierte die Publikumsadressierung als zentralen Zugriff. Im selben Jahr inszenierte sie am Schauspielhaus Bochum Selma Kay Matters Grelle Tage; die Ruhr Nachrichten hoben die klima- und körperpolitischen Motive des Abends hervor. Theater der Zeit verortete die Inszenierung ästhetisch zwischen surrealer Fabel und Gegenwartsbezügen. 2025 inszenierte sie am Nationaltheater Mannheim die Uraufführung von Apropos Schmerz von Leo Lorena Wyss. 2026 folgte am Theater Bremen Kapps Bühnenfassung von Thomas Manns Mario und der Zauberer; die taz sah nach atmosphärisch dichtem Beginn vor allem die Publikumsanimation als Schwäche und sprach von einem Abrutschen ins Mitmachtheater.
Ehrungen Für Messy History Lessons erhielt sie 2021 den Preis des Körber Studio Junge Regie (Jahrgang 2020).
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1988 Kategorie:Frau