mini|Schrägaufzug Gjógv mini|Hafen von Gjógv mit Schrägaufzug Der Schrägaufzug Gjógv ist das einzige in Betrieb befindliche Schienenverkehrsmittel der Färöer. Der Verkehr auf den Färöern muss sich an das hügelige Gelände und die große Anzahl an Gewässern anpassen, was den Schienenverkehr erschwert.
Lage
Der Schrägaufzug in Gjógv auf der Insel Eysturoy verbindet mit einer Schmalspurstrecke den tiefliegenden Hafen auf Meereshöhe durch eine Schlucht über einen steilen Hang mit den Bootshäusern des oberen Dorfes. Die Strecke endet direkt vor dem Kaffeehaus (Gjáarkaffi).
Es gibt keine Lokomotiven. Der Antrieb erfolgt über eine Winde, über die ein am Güterwagen befestigtes Seil bewegt wird. Die Bahn ist für den Gütertransport konzipiert. Dennoch fahren auch Personen mit dem Güterwagen über die Strecke.
Das Maschinenhaus befindet sich am oberen Ende des Hangs. Das Seil verläuft vom Maschinenhaus in einer mit Eisenplatten abgedeckten Rinne zu einer Rolle. Nach der Rolle wird das Seil am Wagen befestigt. Es läuft auf dem Steigungsabschnitt der Strecke über mittig zwischen den Gleisen angeordnete Rollen.
Die Standseilbahn wurde für den Transport von Gütern von Schiffen errichtet, zu einer Zeit, als der Straßentransport schwierig und unzuverlässig war und die meisten Güter auf dem Seeweg ins Dorf gelangten. Heute beliefern Lieferwagen das Hotel, das Postamt und das Café im Dorf, weshalb die Nutzung des Schrägaufzuges zurückgegangen ist. Er ist jedoch in Betrieb und transportiert weiterhin Güter und auch kleine Boote.
Weitere Schienenverkehre auf den Färöer-Inseln Ein Tunnel- und Schienensystem versorgte die stillgelegte NATO-Radaranlage Mjørkadalur, die sich auf einem Berggipfel im südlichen Teil der Insel Streymoy befand. Details über diese Bahn sind nicht bekannt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke auf den Färöern Kategorie:Eysturoy Kategorie:Sunda kommuna Kategorie:Spurweite 600 mm