Der Weltcupauftakt der Biathlonsaison 2025/26 fand im schwedischen Östersund in der Jämtlands län statt. Die Wettkämpfe im skidstadion, dem Veranstaltungsort dreier Biathlon-Weltmeisterschaften, wurden vom 29. November bis zum 7. Dezember 2025 ausgetragen.
Der im vergangenen Winter erstmals beim Weltcupauftakt ausgetragene Massenstart war wieder aus dem Programm genommen worden und durch einen Verfolgungswettkampf ersetzt. Den Auftakt bildeten zudem nicht wie im Vorjahr die Mixedrennen, sondern Männer- und Frauenstaffeln.
Wettkampfprogramm +1. Weltcup in Östersund Datum Männer Frauen Sa, 29.11.25 16:55 Uhr Staffel (4 × 7,5 km) 13:15 Uhr Staffel (4 × 6 km) So, 30.11.25 14:00 Uhr Single-Mixed-Staffel 16:40 Uhr Mixedstaffel (4 × 7,5 km) Di, 02.12.25 15:30 Uhr Einzel (15 km) Mi, 03.12.25 15:30 Uhr Einzel (20 km) Fr, 05.12.25 16:00 Uhr Sprint (7,5 km) Sa, 06.12.25 16:30 Uhr Sprint (10 km) So, 07.12.25 15:15 Uhr Verfolgung (12,5 km) 13:15 Uhr Verfolgung (10 km)
Teilnehmende Nationen und Athleten Wenn Klammern um die Zahl der Athleten stehen, hat dies zur Bedeutung, dass vom entsprechenden Verband mehr Athleten für das Weltcupwochenende nominiert worden waren, als Startplätze in den Einzelrennen für die Nation zur Verfügung standen.
Nation Anzahl Athlet Athletin Europa (22 Nationen) 4+4 César Beauvais, Florent Claude, Thierry Langer, Julien Petitjacques Eve Bouvard, Maya Cloetens, Marisa Emonts, Lotte Lie (5)+4 Wladimir Iliew, Wassil Saschew, Anton Sinapow, Blagoj Todew, Konstantin Wassilew Lora Christowa, Walentina Dimitrowa, Marija Sdrawkowa, Milena Todorowa 6+7 Lucas Fratzscher, Philipp Horn, Simon Kaiser, Philipp Nawrath, Danilo Riethmüller, Justus Strelow Selina Grotian, Marlene Fichtner, Janina Hettich-Walz, Franziska Preuß, Julia Tannheimer, Vanessa Voigt, Anna Weidel (5)+4 Mark-Markos Kehva, Jakob Kulbin, Kristo Siimer, Mehis Udam, Rene Zahkna Regina Ermits, Grete Gaim, Susan Külm, Tuuli Tomingas 5+5 Tuomas Harjula, Olli Hiidensalo, Kalle Loukkanhuhta, Turkka Nieminen, Tero Seppälä Inka Hämäläinen, Noora Kaisa Keränen, Venla Lehtonen, Sonja Leinamo, Suvi Minkkinen 6+7 Émilien Claude, Fabien Claude, Quentin Fillon Maillet, Antonin Guigonnat, Émilien Jacquelin, Éric Perrot Camille Bened, Justine Braisaz-Bouchet, Gilonne Guigonnat, Lou Jeanmonnot, Amandine Mengin, Océane Michelon, Jeanne Richard 1+1 Sondre Slettemark Ukaleq Slettemark 6+5 Didier Bionaz, Patrick Braunhofer, Daniele Cappellari, Tommaso Giacomel, Lukas Hofer, Elia Zeni Hannah Auchentaller, Michela Carrara, Samuela Comola, Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer (4)+(4) Renārs Birkentāls, Edgars Mise, Aleksandrs Patrijuks, Andrejs Rastorgujevs Baiba Bendika, Sanita Buliņa, Elza Bleidele, Estere Volfa (4)+(4) Karol Dombrovski, Maksim Fomin, Jokūbas Mačkinė, Vytautas Strolia Natalija Kočergina, Judita Traubaitė, Sara Urumova, Lidija Žurauskaitė 3+1 Pawel Magasejew, Maxim Makarow, Michail Ussow Aljona Makarowa 8+6 Sivert Guttorm Bakken, Johan-Olav Botn, Vetle Sjåstad Christiansen, Isak Frey, Sturla Holm Lægreid, Endre Strømsheim, Martin Uldal Ragnhild Femsteinevik, Maren Kirkeeide, Karoline Offigstad Knotten, Marthe Kråkstad Johansen, Marit Øygard, Ingrid Landmark Tandrevold 5+5 Simon Eder, Patrick Jakob, David Komatz, Fredrik Mühlbacher, Fabian Müllauer Anna Andexer, Anna Gandler, Lisa Hauser, Anna Juppe, Dunja Zdouc (5)+(5) Konrad Badacz, Jan Guńka, Wojciech Skorusa, Fabian Suchodolski, Marcin Zawół Joanna Jakieła, Anna Mąka, Anna Nędza-Kubiniec, Natalia Sidorowicz, Kamila Żuk 4+3 George Buta, George Colțea, Raul Flore, Dmitri Schamajew Andreea Mezdrea, Adelina Rîmbeu, Anastassija Tolmatschowa 6+(7) Viktor Brandt, Jesper Nelin, Melker Nordgren, Martin Ponsiluoma, Sebastian Samuelsson, Malte Stefansson Sara Andersson, Linn Gestblom, Ella Halvarsson, Anna Magnusson, Elvira Öberg, Hanna Öberg, Johanna Skottheim 5+6 Joscha Burkhalter, Dajan Danuser, Niklas Hartweg, James Pacal, Sebastian Stalder Amy Baserga, Aita Gasparin, Lena Häcki-Groß, Lea Meier, Susi Meinen, Lydia Mettler (4)+4 Šimon Adamov, Jakub Borguľa, Artur Ischakov, Tomáš Sklenárik Paulína Bátovská Fialková, Ema Kapustová, Anastasiya Kuzmina, Zuzana Remeňová 5+4 Matic Bradeško, Miha Dovžan, Jakov Fak, Lovro Planko, Toni Vidmar Polona Klemenčič, Živa Klemenčič, Anamarija Lampič, Lena Repinc 5+5 Vítězslav Hornig, Mikuláš Karlík, Michal Krčmář, Jonáš Mareček, Jakub Štvrtecký Lucie Charvátová, Markéta Davidová, Jessica Jislová, Tereza Vinklárková, Tereza Voborníková (6)+(6) Bohdan Borkowskyj, Anton Dudtschenko, Witalij Mandsyn, Dmytro Pidrutschnyj, Artem Tyschtschenko, Bohdan Zymbal Chrystyna Dmytrenko, Walerija Dmytrenko, Olena Horodna, Anastassija Merkuschyna, Oleksandra Merkuschyna, Daryna Tschalyk 2 Chloé Dupont, Shawna Pendry Amerika (2 Nationen) (4)+4 Jasper Fleming, Logan Pletz, Adam Runnalls, Matthew Strum Nadia Moser, Pascale Paradis, Benita Peiffer, Shilo Rousseau 4+4 Sean Doherty, Maxime Germain, Paul Schommer, Campbell Wright Luci Anderson, Margie Freed, Deedra Irwin, Chloe Levins Asien (2 Nationen) (4)+(4) Kirill Bauer, Ässet Düissenow, Wladislaw Kirejew, Wadim Kurales Milana Genewa, Polina Jegorowa, Olga Poltaranina, Aischa Rakischewa 2+2 Gu Cang, Yan Xingyuan Meng Fanqi, Tang Jialin Ozeanien (1 Nation) 1 Darcie Morton
Ausgangslage Als Weltcupgesamtsieger der vergangenen Saison gingen Sturla Holm Lægreid und Franziska Preuß an den Start. Nach der Vorsaison hatten mehrere Athleten ihr Karriereende bekannt gegeben, darunter am präsentesten die Gesamtweltcup- und Olympiasieger Johannes Thingnes und Tarjei Bø sowie die etablierten Weltcupstarter Chloé Chevalier, Emma Lunder und Felix Leitner. Ihre ersten Weltcuprennen nach ihrer Schwangerschaft bestritt die vom deutschen Verband nominierte Janina Hettich-Walz, ebenso startete Linn Gestblom nach 650-tägiger Verletzungspause erstmals wieder auf der höchsten Wettkampfebene. Ein weiteres Comeback gab es in Form des Norwegers Sivert Guttorm Bakken, der nach über dreieinhalbjähriger Weltcupabsenz wieder auf der höchsten Ebene startete. Julia Simon war aufgrund eines im Vorfeld gefällten gerichtlichen Urteils in Bezug auf den 2022 vorgefallenen Kreditkartenbetrug (siehe hier) suspendiert worden und infolgedessen von der eröffnenden Weltcupwoche ausgeschlossen.
Wie in jedem Jahr fanden auch 2025 sogenannte season openings in Schweden und Norwegen statt. Die Wettkämpfe in Schweden wurden wie in den Vorjahren in Idre abgehalten, aufgrund von Schneemangel wurde aber auf das planmäßige Kurzeinzel verzichtet und zwei Sprints über eine verkürzte Laufstrecke ausgetragen. Den ersten Sprint entschieden die favorisierten Sebastian Samuelsson und Hanna Öberg für sich – Linn Gestblom erreichte in ihrem ersten offiziellen Wettkampf seit gut eineinhalb Jahren Rang drei – und blieben dabei beide am Schießstand fehlerfrei; im zweiten Sprint führte Lucas Fratzscher bei den Herren einen deutschen Dreifachsieg an, im Damenfeld siegte Elvira Öberg. Die Rennen in Norwegen fanden aus vertraglichen Gründen anstatt am bisherigen Austragungsort Sjusjøen seit 2025 in Geilo statt. Im Sprint siegten Maren Kirkeeide (mit geringem Abstand vor Marit Øygard und Lotte Lie) und Johan-Olav Botn, den Massenstart schlossen Ingrid Landmark Tandrevold sowie Éric Perrot als Erste ab. Den vor dem eigentlichen Wettkampf ausgetragenen B-Massenstart entschieden die Norweger Martin Nevland und Elida Fuglem für sich.
Beide Nationen entschieden daraufhin auch, welche Athleten für das erste Weltcupwochenende nominiert waren. Der norwegische Verband hatte sich neben den bereits qualifizierten Athleten für Marthe Kråkstad Johansen, Ragnhild Femsteinevik und Marit Øygard im Damenfeld sowie Johan-Olav Botn, Vetle Sjåstad Christiansen, Isak Frey und Vebjørn Sørum im Herrenfeld, in Schweden wurde neben etablierten Athleten mit Melker Nordgren auch ein Debütant nominiert. Sørum musste seine Teilnahme wegen starker Rückenbeschwerden absagen und wurde durch den oben genannten Sivert Bakken ersetzt. Die deutsche Herrenmannschaft nahm ebenfalls an den Qualifikationsrennen in Idre teil, schlussendlich qualifizierten sich nach den Ergebnissen Lucas Fratzscher, Philipp Horn, Simon Kaiser und Danilo Riethmüller. Damit muss sowohl Roman Rees als auch Johannes Kühn zunächst im IBU-Cup starten. Die Starter des Damenfeldes wurden bei Ausscheidungswettkämpfen in Ruhpolding ausgewählt, neben der bereits erwähnten Janina Hettich-Walz bekamen Marlene Fichtner und Anna Weidel die verbliebenen Plätze. Der österreichische Verband veranstaltete in Obertilliach Qualifikationsbewerbe, an denen auch weitere, vornehmlich osteuropäische Nationen teilnahmen, in der Schweiz wurde ein interner Wettkampf durchgeführt, woraus je zwei Starter für Männer und Frauen selektiert wurden. Lea Meier musste ihren Start für die Staffeln zurückziehen und wurde durch Susi Meinen ersetzt, stand für die Individualwettkämpfe aber wieder im Aufgebot.
Ergebnisse 29. November 2025 (Sa.) Staffel (4 × 6 km) 29. November 2025 (Sa.) Staffel (4 × 7,5 km) 30. November 2025 (So.) Single-Mixed-Staffel 30. November 2025 (So.) Mixedstaffel (4 × 7,5 km) 2. Dezember 2025 (Di.) Einzel (15 km) 3. Dezember 2025 (Mi.) Einzel (20 km) 5. Dezember 2025 (Fr.) Sprint (7,5 km) 6. Dezember 2025 (Sa.) Sprint (10 km) 7. Dezember 2025 (So.) Verfolgung (10 km) 7. Dezember 2025 (So.) Verfolgung (12,5 km)
Verlauf Staffel Frauen Start: Samstag, 29. November 2025, 13:15 Uhr
Platz Land Sportler Zeit Strafrunden+ Nachlader 1 Jeanne Richard Océane Michelon Justine Braisaz-Bouchet Lou Jeanmonnot 1:11:17,9 h 0+0 0+2 0+1 0+3 0+0 0+0 0+0 0+2 2 Dorothea Wierer Michela Carrara Lisa Vittozzi Hannah Auchentaller +13,8 0+1 0+0 1+3 0+2 0+0 0+1 0+2 0+0 3 Jessica Jislová Lucie Charvátová Tereza Voborníková Markéta Davidová +30,8 0+0 0+0 0+1 0+3 0+2 0+0 0+0 0+2 4 Johanna Skottheim Anna Magnusson Ella Halvarsson Hanna Öberg +45,5 2+3 0+0 0+2 0+0 0+3 0+1 0+0 0+1 5 Dunja Zdouc Lisa Hauser Anna Gandler Anna Andexer +1:31,8 0+1 0+1 0+1 0+2 0+0 0+1 0+3 1+3 6 Inka Hämäläinen Sonja Leinamo Venla Lehtonen Suvi Minkkinen +2:09,2 0+0 0+2 0+1 1+3 0+1 0+1 0+0 0+1 7 Amy Baserga Aita Gasparin Lydia Mettler Lena Häcki-Groß +2:17,5 0+0 0+1 0+0 0+3 0+0 0+1 0+2 0+1 8 Ema Kapustová Paulína Bátovská Fialková Anastasiya Kuzmina Zuzana Remeňová +2:37,9 0+0 0+0 0+2 0+0 0+1 0+0 0+1 0+2 9 Walentina Dimitrowa Milena Todorowa Marija Sdrawkowa Lora Christowa +2:44,2 0+0 0+1 0+0 0+0 0+0 0+2 0+0 0+0 10 Natalia Sidorowicz Kamila Żuk Anna Mąka Joanna Jakieła +2:56,7 0+0 0+3 0+0 0+0 0+0 0+2 0+2 1+3 11 Vanessa Voigt Janina Hettich-Walz Selina Grotian Franziska Preuß +3:16,2 0+0 0+0 0+2 0+1 2+3 0+0 0+1 1+3 18 Maya Cloetens Lotte Lie Eve Bouvard Marisa Emonts +5:36,2 0+2 0+3 0+0 0+2 0+0 0+1 0+0 0+0
Gemeldet und am Start: 21 Staffeln Überrundet: , ,
Im saisoneröffnenden Staffelwettkampf konnten sich die französischen Damen den Sieg sichern. Dabei war vor allem eine makellose Leistung in Schießen und Laufen von Justine Braisaz-Bouchet maßgeblich. Italien hielt sich im gesamten Rennen im Spitzenfeld und belegte – erstmals seit dem WM-Titel 2023 – einen Platz auf dem Podest. Für die tschechische Staffel war es sogar die erste Podestplatzierung seit Januar 2019, hier brachte Lucie Charvátová das Team mit starker läuferischer Leistung auf den zwischenzeitlich ersten Rang. Schweden verbesserte sich nach schlechtem Start noch auf Rang vier; Österreich hielt sich lange unter den besten Drei, fiel aber durch eine Strafrunde Anna Andexers auf Platz fünf zurück. Bulgarien erzielte das erste Top-10-Ergebnis seit gut sechs Jahren, Deutschland wie auch Norwegen verpassten hingegen wegen schlechter Schießleistungen die Top-10.
Männer Start: Samstag, 29. November 2025, 16:55 Uhr