Unterwoltersgrün ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Unterwoltersgrün liegt in der Gemarkung Neudes.
Geographie Der Weiler liegt in der Talsenke eines namenlosen Baches, der weiter nördlich in einen Weiher entwässert. Im Süden steigt das Gelände zum Steinberg an, im Norden zum Meierberg (). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Rauschensteig zur Staatsstraße 2180 (1,5 km südwestlich), nach Oberwoltersgrün (0,7 km südlich), nach Rügersgrün (2 km nordöstlich) und zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße (0,9 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1395 als „Walthersgrune daz nidere“ erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 693. 1499 bestand „Waltersgrün“ aus 11 Höfen und 1 Gemeindehirtenhaus. Die Fraisch hatte das brandenburg-kulmbachische Sechsamtes Wunsiedel. Grundherrschaftliche Ansprüche hatte die Frümesse zu Thiersheim (3), die Michaelsmesse zu Wunsiedel (3), Bürgermeister und Rat zu Wunsiedel (3) und Ritter Wilhelm von Schirnding (2). 1787 bestand Unterwoltersgrün aus fünfeinhalb Höfen mit acht Mannschaften und dem Hirtenhaus.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 220.
Von 1797 bis 1810 unterstand Unterwoltersgrün dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Neudes und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Neudes zugeordnet. Am. 1. Januar 1978 wurde Unterwoltersgrün nach Röslau eingemeindet.
Baudenkmäler In Unterwoltersgrün gibt es zwei Baudenkmäler: Haus Nr. 3: Wohnstallhaus Feuerleiterschuppen
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 59 74 67 60 59 60 62 43 33 20HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 11 11 9 8 8 6Quelle
Religion Unterwoltersgrün ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Bernstein) gepfarrt.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 654. Die Katholiken sind nach Zu den Zwölf Aposteln (Wunsiedel) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Röslau) Kategorie:Weiler im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ersterwähnung 1395